| Sozialismus – eine gute Idee, die nur schlecht umgesetzt wurde |
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Ludwig von Mises hatte die Unmöglichkeit sozialistischer
Wirtschaftsrechung bereits 1922 in seiner Monographie "Die
Gemeinwirtschaft" nachgewiesen. Wenn es wie im Sozialismus keine
Marktpreise gibt, können Kosten nicht rational kalkuliert werden.
Ineffizienz und ungenügende Befriedigung von Bedürfnissen ist die
Folge, Winterstiefel gibt es dann zum Beispiel zu wenige, die noch dazu
im Sommer an diejenigen „verteilt“ werden, die in der Schlange vorne
stehen. 1937 hatte Wilhelm Röpke die Bedrohung durch den
Kollektivismus, zu dem Sozialismus wie Faschismus gehören, in
seiner zeitlosen Einführung in die Volkswirtschaftslehre „Die Lehre von
der Wirtschaft“ knapp und verständlich zusammengefasst. Jeder
Verteidiger des Kollektivismus sei gezwungen, „den Kollektivismus von
einer fünffachen Anklage zu reinigen: 1. dass er außer Stande ist, das
Problem der Ordnung und Ergiebigkeit der Wirtschaft befriedigend zu
lösen, 2. dass er mit unseren elementaren Freiheits- und Rechtsidealen
in Widerspruch gerät, 3. dass er, statt eine Lösung des Monopolproblems
zu erreichen, uns in ein unentrinnbares und allumfassendes staatliches
Supermonopol hineinführt, das schlimmer ist als alle Privatmonopole, 4.
dass er mit den Erfordernissen der internationalen Gemeinschaft
unvereinbar ist und 5. dass er eine permanente
Inflation unvermeidlich macht.“ Diese Anklage ist bis heute
unwiderlegt geblieben und zuletzt durch den Niedergang der
DDR-Wirtschaft noch einmal bestätigt worden. Sozialismus führt
zwangsläufig zur Herrschaft einer privilegierten Funktionärsgruppe über
die Masse der Bevölkerung. Sozialismus ist von seinem Wesen her ein Weg
in die Knechtschaft. |




