Soziale Gerechtigkeit PDF Drucken E-Mail
Reformen ja, aber sozial gerecht müssen sie sein! Wer lehnt schon Gerechtigkeit ab, noch dazu wenn es um „soziale“ Gerechtigkeit geht? Was aber ist soziale Gerechtigkeit? Gibt es „soziale“ Gerechtigkeit überhaupt? Diese politische Formel ist in aller Munde, nicht nur weil irgendwo in Deutschland wieder Wahlen anstehen. Soziale Gerechtigkeit ist zum Leitbild unserer Gesellschaft geworden, zum Leid unserer Gesellschaft.

Soziale Gerechtigkeit gibt es nicht! Soziale Gerechtigkeit ist kein Zustand und kein Ziel, sondern ein Appell an unsere Instinkte, die von der Kleingruppe, der Familie geprägt sind. Zwei Geschwister sollen nicht ungleich behandelt werden, deshalb bekommen sie das gleiche Taschengeld, den gleichen Erbteil, der eine ein Fahrrad, der andere einen Computer im gleichen Wert. Soziale Gerechtigkeit bedeutet also soziale Gleichheit. Da Menschen aber völlig unterschiedlich sind, in ihren Anlagen und Fähigkeiten, in ihrer Abstammung, in ihren Zielen und Lebensstilen, ist die Forderung es allen gleich zu machen widernatürlich. Sprechen wir es offen aus: Wenn „die Reichen“ stärker besteuert werden – absolut und relativ, dann haben Politiker Neid geschürt und Zwang ausgeübt. Es wird einmal mehr umverteilt von oben nach unten, und es wurden Stimmen gekauft. In einer Volkswirtschaft ist die Befriedigung dieses Kleingruppeninstinkts völlig Fehl am Platze. Denn das umverteilte Geld wird verbraucht und ist weg, es kann nicht mehr investiert und vermehrt werden. Außerdem entscheiden Politiker und Bürokraten darüber, wer wie viel Geld erhält, nicht aber die Leistung des Einzelnen, die Nachfrage nach einem tollen Angebot oder das Mäzenatentum. Und die Umverteilungsbürokratie verschlingt auch noch einen beträchtlichen Teil des umverteilten Geldes. Soziale Gerechtigkeit beschreibt also tatsächlich den Umverteilungskampf der Gleichmacherei. Wer von der Umverteilung profitiert ist Folge reiner Willkür. Diejenigen, die von der umverteildenden Gerechtigkeit profitieren sollen, stehen hinterher fast immer schlechter da als ohne den Eingriff der Politiker, besonders als Arbeitslose. Soziale Gerechtigkeit ist in einer freien Gesellschaft nicht möglich. Viele Menschen in der DDR und der Sowjetunion waren hingegen dem Stand der sozialen Gerechtigkeit recht nahe. 

 
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