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Öffentliche Investitionen gibt es nicht – es gibt lediglich öffentlichen Verbrauch! Das liegt schon an der Unterscheidung zwischen Verbrauch oder konsumierenden Ausgaben einerseits und Produktion oder produktiven Ausgaben andererseits. In diese beiden Kategorien lassen sich letztlich alle Ausgaben aufteilen.
Verbrauchen führt niemals dazu, dass ich Geld oder Güter bei der nächsten Gelegenheit zurückerhalte. Vielmehr werden produzierte Güter zerstört. Produktive Ausgaben lassen sich mit reproduktiven Ausgaben gleichsetzen, d.h. Geld wird ausgegeben und fließt zurück durch die produktive Ausgabe selbst. Produktive Ausgaben können nun aber per se nur durch Unternehmen getätigt werden, indem diese Güter produzieren, die sie auf Märkten gegen Geld eintauschen. Ein Beispiel: Eine Privatperson kauft eine Waschmaschine. Mit der Maschine kann sie Wäsche waschen, aber kein Geld einnehmen. Anders ein Unternehmen, das eine Waschmaschine kauft. Es wäscht mit der Maschine Kleidung und erhält im Gegenzug dafür Geld von seinen Kunden. Öffentliche Güter wie Straßen, Häfen, Tunnel sind Ausgaben für den Verbrauch. Die Güter sind in keiner Weise produktiv in dem Sinn, wie wir private produktive Ausgaben verstehen. Hinzu kommt, dass eine jede Regierung über Steuern oder die Druckerpresse ihre Aktivitäten finanziert und damit offensichtlich nichts mit der unternehmerischen Produktion und dem Güteraustausch gemeinsam hat. Außerdem steht die Art und Weise, wie der Staat mit knappen Ressourcen nach dem bürokratischen Prinzip umgeht im Gegensatz zur unternehmerischen Tätigkeit, im Wettbewerb Gewinne zu erzielen und Verluste zu machen. Eine Regierung ist noch nicht einmal zu einer ökonomischen Kalkulation in der Lage. Die Regierung ist ein Verbraucher. Alle ihre Tätigkeiten, ob sie „wohlfahrtsstaatliche“ Programme, öffentliche Bildung oder Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Verkehrswege finanziert, stets tritt sie als Verbraucher auf, der sich für die Produktion an Unternehmen wenden muss. Überdies muss sie, um Einkommen zu erzielen, staatlichen Zwang bei der Erhebung von Steuern anwenden. Insofern handelt es sich um eine Chimäre, wenn behauptet wird, die Regierung könne für makroökonomische Stabilität und höhere Produktivität oder Arbeitsplätze sorgen. Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass staatliches Handeln in diesen Fällen die ökonomischen Probleme verschlimmert, die der Staat vorgibt zu lösen. Private Investitionen sind die einzige Quelle für Kapitalakkumulation und wirtschaftlichen Fortschritt – Steuersenkungen schaffen Raum dafür. (mvp) Quelle: Grundgedanken und Argumentation entnommen Wladimir Kraus: Government Produces Nothing, Ever, posted on 6/12/2007 beim Ludwig von Mises Institute. |