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Subventionen gegen Innovationen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Freitag, 06. August 2010

Subventionen konservieren bestehende Strukturen, bevorzugen die Subventionsempfänger gegenüber denjenigen, die leer ausgehen und verzerren den Wettbewerb. Harmlose Subventionen sind genauso eine Chimäre wie andere harmlose Interventionen in den Marktprozess.
Was wird denn in Deutschland so weggenommen und verteilt?

Laut Wirtschaftsdienst 2009 164,7 Mrd. Euro (in den Jahren von 2000 bis 2007 jährlich rund 145 Mrd. Euro). Ausgewiesen werden im Subventionsbericht 2009 der Bundesregierung aber nur 58,2 Mrd. Euro. Knapp die Hälfte dieser Umverteilung geht an Unternehmen, darunter Verkehr mit 24,8 Mrd. - für anständige Klimaanlagen hat es aber nicht mehr gereicht. Die deutsche Schlüsselbranche Land- und Forstwirtschaft und Fischerei erhielt lediglich 11,4 Mrd.,. Für Wohnungsvermietung standen 9,7 Mrd. zur Verfügung - man könnte glauben die Kriegsschäden seien behoben, ist wohl nicht der Fall – und die armen Autobauer bekamen 4,1 Mrd.

Fast ein Drittel der Subventionen in Höhe von 49,9 Mrd. Euro ging an (halb-)staatliche Dienstleister. Die Kitas und Krippen sind noch nicht kostenlos, aber sicher bald, abgesehen von den 15,6 Mrd. Euro Subventionen, die der Steuerzahler auf den Tisch legt. Und damit sich Kultur jeder leisten kann, kostet auch die Eintrittskarte eines Bundestagsabgeordneten, Staatssekretärs und Vorstandsvorsitzenden nicht den realen Preis – wie schön, dass es bei jedem Konzertbesuch etwas zurück gibt von den 6,6 Mrd. Euro Kultursubventionen. Schließlich noch der Hinweis auf die Beschäftigungspolitik, für deren Umsetzung die Staatsbürokratie in weiten Bereichen der Monopolist ist. Klasse Sache, erst Massenarbeitslosigkeit erzeugen durch Regulierung und privilegierte Interessenvertreter, dann als Retter auf den Plan treten und mit staatlichen Serviceagenturen und 9 Mrd. Euro Subventionen richtig ranklotzen.

Ein tolles System! Dass man da nicht richtig kürzen möchte, ist jedermann sofort verständlich.

 
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