| Leseempfehlungen: ordnungspolitischer Kurswechsel jetzt! |
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| Geschrieben von: pk |
| Mittwoch, 02. Juni 2010 |
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Die nachfolgenden Beiträge verbindet ein ordnungspolitischer Kompass in politisch turbulenter Zeit. Das ist auch bitter nötig, denn niemand scheint an Deck zu sein. Und diejenigen, die sich in der Nähe des Steuers aufhalten, schlagen seit Jahren den falschen Kurs ein. Juergen B. Donges hat unter dem Titel "Wer schützt den Euro vor dem Staat?" den aktuellen ordnungspolitischen Kommentar des Instituts für Wirtschaftspolitik (Universität Köln) verfasst. Die deutliche, aber unaufgeregte Gesamtschau kritisert die Schuldenpolitik der Regierungen sowie die Regel- bzw. Vertragsbrüche und enthält die Aufforderung zu einer Kursänderung der Politiker. Der EU-Rettungsfonds dürfe nicht zu einer Dauereinrichtung werden, die EZB müsse die inflationstreibende Liquiditätspollitik neutralisieren, der Europäische Wachstums- und Stablitätspakt müsse entpolitisiert werden und schließlich sei eine Insolvenzordnung für Staaten zu schaffen. Gerd Habermann erläutert in einem Zwischenruf gewohnt souverän und pointiert die Hintergründe schrankenlosen Regierens, das unter der wohlklingenden Formel "Primat der Politik" daher kommt. Wussten Sie, dass die Jakobiner diese Parole geprägt haben? Treffend urteilt der Ordnungstheoretiker: "Ein „Primat der Politik“ war auch der Putsch der versammelten Staatschefs und Finanzminister vom 9. Mai 2010, der kollektive Vertragsbruch, der die ursprüngliche Euro-Konstruktion in die Luft sprengte und die EZB zu einer „Bad-Bank“ herabwürdigte." Lesenswert, wie immer, ist Gérard Bökenkamp, diesmal mit seinem Beitrag "Die europäische Geldordnung einst und jetzt: Gold, Lohn und Papier" bei eigentümlich frei. Dort erläutert er die Funktionsweise der bereits erfolgreich erprobten gemeinsamen europäischen, faktisch sogar internationalen Währung: den Goldstandard. Und wer die Botschaft der Kreditkrise noch nicht vernommen hat, dem sei noch einmal Thorsten Polleit empfohlen - Untertitel: "Jetzt ernten wir, was sozialdemokratische Politik gesät hat". Also: Alle Mann an Deck, setzt Segel, neuer Kurs: Grosse Freiheit! |




