Scheinheilig PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 24. August 2008
Familienministerin von der Leyen (CDU), Preisträgerin der Goldenen Galeere für die ordnungspolitische Schandtat des Monats Januar 2006, hat die Deutschen aufgefordert, die Krankenkasse zu wechseln, sobald diese den Tarif erhöht (Quelle: spon). Zugleich rechtfertigte sie die Gesundheitsfonds, weil dieser Gerechtigkeit schaffe.
Die Politiker, insbesondere der CDU, haben ein staatswirtschaftliches Gesundheitswesen geschaffen, in dem der Gesundheitsfond den sozialistischen Schlussstein bildet. In ein enges planwirtschaftliches Korsett geschnürt, teilen behördenartige Krankenkassen hier Leistungen zu, Ärzte arbeiten nach politisch festgelegten Budgets. Wettbewerb hat hier zwangsläufig keine Chance. Damit gibt es keinen nennenswerten Anreiz für Kostensenkungen. Zugleich treiben technischer Fortschritt und eine älter werdende Bevölkerung Gesundheitskosten in die Höhe. Wachstumsmarkt nennt man dies in einer Marktwirtschaft. Immer dann, wenn die politischen Pläne (hier die Kosten) nicht der Realität entsprechen, greifen Politiker wie Frau von der Leyen zur Populismuskeule und lenken von ihrem eigenen Versagen ab. Ganz zu schweigen davon, dass ihre Empfehlung, Kosten zu sparen, eine Binsenweisheit ist. Wieso mischt sich eine Politikerin überhaupt auf derartige Weise in das alltägliche Leben der Menschen ein? Weil den Menschen bereits alle übrigen Verhaltensweisen vorgeschrieben sind. Frau von der Leyen handelt scheinheilig, wenn nicht sittenwidrig.
 
Facebook MySpace Twitter Digg Delicious 
 
 
Bild