| Lesenswertes über den kleinen Unterschied, verwaltete Menschen und Geschenke |
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| Mittwoch, 19. Dezember 2007 |
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Der kleine Unterschied (Dank an M-M) "Linke Politik ist immer auf Drosselung des Motors, Abbremsen der Leistung
Der verwaltete Mensch (Sabine Reul in NOVO) "Auf allen Ebenen versucht die Politik, durch Maßnahmen zur Eindämmung der jeweils neuesten – von Sozialwissenschaftlern und sonstigen Beratern entdeckten – sozialen Risikozone Statur zu gewinnen. Dass dieses Vorgehen nicht mehr Sicherheit erzeugt, sondern bloß eine Gesellschaft atomisierter und geduckter Bürger, ist wohl nicht beabsichtigt, aber das macht die Sache nicht besser.
Was ist ein Geschenk? Die Kunst des Schenkens liegt darin, jemandem etwas zu geben, was er sich nicht kaufen kann.
Daß das Geschenk außerhalb der Wirtschaft stünde, an diese Illusion kann man schwerlich glauben, wenn man die Päckchen ins hyperkommerzielle Treiben auf den Einkaufsstraßen zurückverfolgt und sie nicht Engelchen auf Wölkchen zuschreibt. Doch auch von seiner ursprünglichen Bedeutung her ist das Geschenk kein Gegensatz zu Kauf, Handel, Wirtschaftstätigkeit, sondern vielmehr eine Einladung dazu. Einst erfolgte das Schenken nur von der Schank. Wenn der müde Wandersmann in die gute Stube trat, war es der Willkommensgruß, ihm zunächst einzuschenken, seinen Durst zu stillen, den Becher auf ihn zu erheben. So findet das Schenken seinen Ausgang im Wirtshaus, also sogar wortwörtlich in der Wirtschaft. Es ist das freundliche "do" (lat. "ich gebe"), das kein "ut des" (lat. "damit du gibst") einfordert, aber dazu einlädt. Der Gastgeber tut seinen guten Willen kund, hier, Wandersmann, bist Du willkommen, wenn Du denn ersten Durst gestillt hast, nenn' uns Dein Begehr. Das Geschenk erkennt den Nächsten an und bewirbt sich um sein Vertrauen. Ob wir einen Becher einschenken oder einen freundlichen Blick, ein Lächeln schenken. Das Geschenk ist dabei erfolgreich, eben weil und nur wenn es frei ist von der Erwartung oder der Verpflichtung, keine Forderung erhoben wird und kein Anspruch. Ist das Eis gebrochen, steht der Weg nun offen zur Beziehung, ob wir Gedanken, Erfahrungen, Güter, Dienste oder Herzlichkeiten austauschen. Ohne das Grundvertrauen, das zuerst nur gibt und nichts verlangt, zuerst den Nächsten anerkennt und nicht taxiert, wäre eine Wirtschaft, die ihren Namen verdient, nicht denkbar. Ohne Schenken gibt es auf Dauer auch kein Kaufen, denn wer sich mißtraut wird sich auf keinen längerfristigen Handel einlassen. Quelle: Rundbrief Wertewirtschaft-Infos 12/07 des Instituts für Wertewirtschaft |




