| Antikapitalistische Irrtümer |
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| Freitag, 02. November 2007 |
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Mises gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule. Die Klarheit seiner Gedankenführung ist vorbildlich, sein Eintreten für eine freie Gesellschaft kompromisslos. In diesem Band deckt Mises die psychologischen Ursachen des Antikapitalismus auf. Dazu zählen Privilegienstreben, enttäuschter Ehrgeiz und Ressentiments sowie Vorurteile der Intellektuellen, Angestellten und Beamten. Erhellend sind seine Untersuchungen zum Kommunismus der Filmindustrie und der Literaten, deren Anmaßung auf dem Unwissen über die Funktionsweise von Volkswirtschaften und einer Gesellschaft beruht. Sie sind es, die uns täglich mit falschen Bildern einer Gehirnwäsche unterziehen. Dort gibt es hauptsächlich Unternehmer, die uns übers Ohr hauen wollen, und Arbeiter, die der Armut nah sind, weil ihre Löhne nicht gerecht sind, etwas klüger klingend: mit Löhnen unter ihrer vermeintlichen Produktivität abgespeist werden - tatsächlich hängt die Lohnhöhe von der Grenzproduktivität der Arbeit ab. Und unser Wohlstand wächst, weil das Kapital schneller als die Bevölkerung wächst. Soviel zum Turbo-Kapitalismus, von dem wir uns wünschen müssten, dass noch schneller beschleunigen könnte. Schließlich räumt Mises mit nichtwirtschaftlichen Einwänden gegen eine frei Marktwirtschaft auf, insbesondere dem Materialismusvorwurf: Urteile über Kunstwerke sind stets subjektiv, die Nachahmung von Meisterwerken ist keine Kunst, sondern Routine, Massenproduktion mit königlichen Einzelstücken zu vergleichen ergibt wenig Sinn. Das kleine Bändchen ist aufklärerische Pflichtlektüre und sollte es in Schulen werden. Die Aufnahme in den Kanon ist erfolgt. |





"Das charakteristische Merkmal des modernen Kapitalismus ist die Massenproduktion von Gütern, die für den Verbrauch durch die Massen bestimmt sind. Das Resultat ist eine Tendenz zu einer ständigen Verbesserug des durchschnittlichen Lebensstandards, das heisst eine fortschreitende Bereicherung der Vielen. Der Kapitalismus entproletarisiert den 'gewöhnlichen Menschen' und erhebt ihn zu dem Rang eines 'Bürgerlichen'." schreibt Ludwig von Mises Mitte der 50er Jahre in seinem lesenswerten Band "Die Wurzeln des Antikapitalismus" (erhältlich bei