| Der Staat verursacht Wachstumsstörungen |
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| Mittwoch, 25. Juli 2007 |
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Wachstum ist ein herausragendes wirtschaftspolitisches Ziel. Der Staat respektive die Politik hat es sich in grellen Lettern auf die Fahne geschrieben. Permanent wird auf geradezu penetrante Weise herausgekehrt wie staatliche Förderungen, Subventionen, Reformen und Konjunktur stützende Maßnahmen angeblich Wirtschaftswachstum anregen. Unlängst haben die politischen Parteien gar darum gestritten, wer das aktuelle Wirtschaftswachstum in Deutschland verursacht hat. Lassen wir an dieser Stelle einmal beiseite, dass es sich bei Wirtschaftswachstum um einen weitgehend Sinn entleerten Fetisch handelt. Das Brimborium ist eigentlich wenig erstaunlich, hat doch der Staat seit dem Stabilitätsgesetz von 1967 offiziell die Verantwortung für die Entwicklung der Wirtschaft übernommen. Befremdlich ist diese Inszenierung gleichwohl, weil der Staat zu aller erst für Wachstumsstörungen verantwortlich ist. Wachstumsstörungen haben verschiedene Ursachen. Sie lassen sich insbesondere auf eine ordnungspolitische Fehlorientierung der Politik zurückführen: isoliertes Denken, Drehen an einzelnen Stellschrauben, Verstöße gegen die Interdependenz der Ordnungen. Ein Bereich, dem es sich lohnt, besondere Aufmerksamkeit zu schenken, ist der staatlich organisierte Substanzverzehr. Augenfällig ist der schlechte Zustand der Infrastruktur. Die drastische Verschlechterung vieler Verkehrswege geht auf die anhaltend geringen Investitionsausgaben zurück. So fehlen im Bundeshaushalt jährlich rund 5 Mrd. Euro für die Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen, Schienen und Wasserverkehrswegen. Engpässe, Kostensteigerungen und Umweltverschmutzung gehören zu den Folgen des Staatsversagens. Betroffen sind aber beispielsweise auch marode Trinkwassernetze, die erhebliche Wasserverluste verursachen. Walter Hamm urteilte in ORDO 2004 deshalb: “Die Folgen kurzsichtiger, die Investitionsaufgaben und -ausgaben vernachlässigender Finanzpolitik beschränken sich nicht auf die öffentlichen Haushalte (steigende Belastungen in der Zukunft), auf die derzeit Steuer- und Abgabepflichtigen (vermeidbare hohe Lasten wegen des ineffizienten Mitteleinsatzes) sowie auf die aktuellen Nutzer öffentlicher Einrichtungen. Sie schmälern ganz allgemein die Investitionsbereitschaft der Unternehmer und wirken als Wachstums- und Beschäftigungsbremse.“ |




