| Übernimmt Deutschland die falschen österreichischen Lehren? |
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| Geschrieben von: mvp |
| Freitag, 03. Februar 2012 |
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Der deutsche Bundesrat wird planmäßig Anfang Februar über die Preisfestsetzung an Tankstellen beraten. Die Landesregierung von Thüringen hat den Antrag gestellt, das sogenannte „Österreichische Modell“ einzuführen. In „Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für Wirtschaftspolitik Heft 1, Januar 2012“ wird – ernsthaft – thematisiert, ob „ein regulatorischer Eingriff nach dem Vorbild des "Österreichischen Modells" sinnvoll ist, um die überhöhten Preise und das gleichförmige Preissetzungsverfahren zu verhindern.“
„Österreichern“ bleibt hier nichts als Kopfschütteln. Preisregulierung ist mit einer funktionsfähigen Marktwirtschaft unvereinbar. Sie zerstört den einzigen Informationsanzeiger und das in diesem Fall tatsächlich einmal alternativlose Alleinstellungsmerkmal, welches Marktwirtschaft und Sozialismus von einander unterscheidet. Die Marktform – vom Monopol über Oligopole bis zur „atomistischen Marktstruktur“ – spielt hierbei keine Rolle. Wie absurd die Regulierung selbst ist, das zeigt der gesunde Menschenverstand. So erlaubt das "Österreichische Modell" Preiserhöhungen ausschließlich um 12 Uhr, während Preissenkungen jederzeit möglich sind. Entsprechend vorhersehbar fällt das Ergebnis der Untersuchung in der Zeitschrift für Wirtschaftspolitik aus: "Im regulierten Markt variieren die Preise weniger als im nichtregulierten Markt, und die Preise im regulierten Markt sind höher als im nichtregulierten Markt." Für das von Politikern identifizierte Problem zu hoher Preise gibt es indes eine einfache politische Lösung, schließlich haben die hohen Preise eine überragende politische Ursache: Rund 60% der Spritpreise bestehen aus Steuern und Abgaben. Auch hier gilt die ewig gleiche Formel: weniger Interventionismus bedeutet weniger Kosten und mehr Freiheit für die Konsumenten. |




