Startseite Zur Ordnungspolitik Ordnungspolitik Aktuell Wann kommt die Alternative zum alternativlosen Euro-System?
Wann kommt die Alternative zum alternativlosen Euro-System? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 26. November 2011

Die Demkratie ist in Gefahr, sie ist in Europa bereits ausgehebelt: "Die EU ist vor allem deshalb gefährlich, weil sie ­rohe Machtpolitik mit dem Schein der Rechtmässigkeit umgibt. Tatsächlich machen die Grossen, was sie für richtig halten. Wenige ­entscheiden, was alle betrifft. Die EU wird zur Bühne der Unterdrückung der Kleinen durch die Grossen. Die Macht setzt das Recht." schreibt Roger Köppel in seinem weitsichtigen Editorial in Die Weltwoche.

In seinem pointierten Artikel Euro-Austritt als Rettung zeigt Philipp Bagus in der NZZ auf, warum der Euro eine nur unter verheerenden Kosten aufrecht zu erhaltende Währung ist. Die Alternativen zu diesem morschen Finanzsystem liegen auf der Hand: "Erstens: Alle Verträge und Konten werden auf eine neue nationale Währung umgestellt. Noten und Münzen, die das nationale Zeichen tragen, werden sukzessive umgetauscht. Um spekulative Kapitalflüsse zu vermeiden und gleichzeitig eine demokratische Diskussion zu ermöglichen, ist eine provisorische Umstellung die eleganteste Lösung. Nach einem Referendum kann die provisorische Umstellung dauerhaft gemacht werden. Zweitens: Eine nationale Parallelwährung wird eingeführt, die mit dem Euro konkurriert. Diese wird durch Vermögenswerte der nationalen Zentralbank, welche aus dem Euro-System ausscheidet, (vorzugsweise durch ihr Gold) gedeckt. Drittens bietet sich die vollkommene Währungsfreiheit im Sinne von Friedrich A. von Hayek an. Konkurrierende Währungsanbieter wetteifern um Kunden. Die Bürger können die Währung nutzen, welche sie für die stabilste halten, und könnten langfristig zu edelmetallgedeckten Währungen wechseln."

Der Euro wird eine wertbeständige Währung werden und für geldpolitische Stabilität sorgen, die Krise ist handelbar. Diese abgedroschene Formel ist angesichts des geldpolitischen Dramas auch für etablierte Printmedien inzwischen nur noch Kokolores. Die Wirtschaftswoche fordert in einem ersten Schritt eine Rückkehr zu nationalen Währungen bzw. die Bildung einer Kernunion: Dem Euro hilft nur noch Plan B.

Inzwischen werkelt die deutsche Bundeskanzlerin zusammen mit dem kleinen Präsidenten im Nachbarland an einer vertraglichen Umwertung aller europäischen Werte. Ihr haben wir auch die potenziell prekäre Energieversorgung und horrende Energiekosten zu verdanken. Wann wird es schwarz über Deutschland? fragt Lutz Niemann bei EIKE und skizziert die Folgen der energiepolitischen Wende von Bundeskanzlerin Merkel. Ergebnis: Strom wird teuerer, die Versorgungssicherheit sinkt, Deutschland muss vermehrt Strom importieren, der aus relativ unsicheren ausländischen Atomkraftwerken stammt.

 
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