| Die Ökonomie der Mafia |
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| Geschrieben von: mvp |
| Sonntag, 20. November 2011 |
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Einen wirtschaftssoziologischen Blick auf die Mafia bietet folgender FAZ-Artikel, leider mit etatistischem Felschluss. Zwei dennoch immer wieder erinnernswerte Erkenntnisse: - "Das, was der Staat für illegal erklärt, bietet die Mafia an ..." - "Die Mafia offeriert eine Dienstleistung zweiter Ordnung: privaten Schutz für Aktivitäten, die auf staatlichen Schutz nicht rechnen können." Ganz so einfach wie hier dargestellt, verhält es sich mit dem Dualismus nicht: "Was von der Rechtsordnung aus gesehen ein Mord ist, bezeichnet die Mafia darum als Todesstrafe, was wir für Erpressung halten, sind für sie Steuern, was für uns die Androhung von Gewalttaten ist, stellt für sie die Regulation von Wettbewerb dar. Noch dort, wo sie selber die Gewalt ist, vor der sie zu schützen vorgibt, stellt sich das aus Sicht derjenigen, die sich darauf einlassen, als Markteintrittsbarriere gegenüber der Konkurrenz dar, die sich nicht darauf einlässt." Ein herausragendes Problem der Mafia besteht darin, dass keine Herrschaft des Rechts existiert, sondern eine Herrschaft nach dem Kodex einzelner Männer. Außerdem ist diese Herrschaft nicht auswechselbar und schon gar nicht abwählbar. Wie sich den wenigen (verbliebenen?) Kommentaren des Artikels entnehmen lässt, halten Leser unsere herrschenden Zustände für nicht weit entfernt von den Verhältnissen unter der Mafia, zumindest was den Zugriff auf Privateigentum betrifft. |




