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Österreichische Konjunkturtheorie |
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Die österreichische Konjunkturtheorie biete eine schlüssige Erklärung für geldpolitisch verursachte Boom und Bust Phasen: Senkt die Zentralbank den Leitzins unter den natürlichen Zins, der sich aus der marktwirtschaftlichen Koordination der Spar- und Investitionsabsichten vor dem Hintergrund der Zeitpräfrenzrate der Marktteilnehmer ergibt, so wird zu viel Geld produziert. Die inflationäre Geldmenge findet Anlagemöglichkeiten in Vermögensgütern und ermöglicht Projekte, die sonst unwirtschaftlich wären. Kapital und Arbeit wird vom Konsum in die Produktion und neue Projekte umgelenkt. Die Folge ist ein Boom. Es handelt sich dabei aber nur um eine Illusion, denn ein niedriger Zins signalisiert, dass ausreichend Kapital durch Sparen, also Konsumverzicht, zur Verfügung steht. Tatsächlich konsumieren die Verbraucher bei künstlich niedrigen Zentralbankzinsen mehr, weil insbesondere die Kreditfinanzierung für sie einfacher geworden ist. Unternehmen und Konsumenten werden dazu verleitet, sich zu sehr zu verschulden und zu wenig zu sparen. Sobald die Zentralbank den Zins wieder erhöht und / oder die Menschen zu ihren tatsächlichen Spar- und Konsummustern zurückkehren, platzen die Illusionen. Die Situation ähnelt dem Verschwinden der 1 Millionen Pfund Note in dem Spielfilm „The Million Pound Note. Sein größter Bluff“ mit Gregory Peck, was für Börsenturbulenzen, Moral Hazard und gesellschaftliche Irritationen sorgt. Kapital und Arbeit stehen nur noch für solide finanzierte Projekte zur Verfügung. Die Grenzanbieter werden aus dem Markt gedrängt, viele Konsumenten können ihre auf Geldillusionen gebauten Plänen nicht mehr verfolgen. Die Rezession folgt dem Boom unausweichlich als Korrekturphase.
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