Kapitalismus PDF Drucken E-Mail

Kampfbegriff von Kritiker und Befürwortern („I love capitalism“), der im Grunde genommen allenfalls tauglich ist, wenn er als Bezeichnung für historische Abschnitte der Geschichte dient, z.B. Hochkapitalismus für die Zeit ab der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Grundsätzlich bezeichnet Kapitalismus eine Wirtschaftsform, die durch Privateigentum an Produktionsmitteln und Steuerung des Wirtschaftsgeschehens über den Markt gekennzeichnet ist, wobei dem Produktionsfaktor Kapital eine herausgehobene Bedeutung zugemessen wird.

Der Begriff begegnet seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, wurde aber vor allem von Karl Marx in seiner Bedeutung als Frontstellung zum Sozialismus geprägt. Vertreter des Ordoliberalismus halten den Begriff für vollends entbehrlich: Für das zu allen Zeiten gleiche Problem des Wirtschaftens mit knappen Ressourcen einschließlich der Leitung sowie der Verteilung der Güter gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten – dezentrale Planung, also Marktwirtschaft, oder zentrale Planung, also Zentralverwaltungswirtschaft.
 
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