| Neoliberalismus |
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| Samstag, 06. August 2005 |
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Heute Kampfbegriff von Gegnern einer Ordnung der Freiheit und
Freunden (neo)sozialistischer Ordnungen, die durch staatliche
Regulierung materielle Gleichheit erreichen wollen. Für Neoliberale ist
der einzelne Mensch mit seinen Fähigkeiten, Schwächen und Eigenheiten
das Wichtigste. Diese unterschiedlichen Menschen möchten Neoliberale
gleich behandeln – für sie sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich.
Nicht der Staat, also Politiker und Bürokraten sollen dem Einzelnen
vorgeben, was er zu tun und zu lassen hat, wie viel Wohlstand ihm
zusteht und was für das Individuum oder für die Gesellschaft gut ist.
Vielmehr ist es der Zusammenarbeit und dem Wettbewerb von Menschen in
eigener Verantwortung überlassen, die besten Wege zu persönlichem Glück
und Wohlstand zu entdecken.
Der Begriff „Neoliberalismus“
wurde vermutlich von Alexander Rüstow 1938 auf dem Walther Lippmann
Colloquium in Paris geprägt. Zu dieser Zeit begannen sich weltweit
Netzwerke liberaler Wissenschaftler und Publizisten auszubilden, die
das Ziel einte, die Menschen aus der Knechtschaft privater und
staatlicher Macht zu befreien. Bestärkt werden sie bis heute durch die
Schreckensbilanz des Sozialismus im 20. Jahrhundert. Auch wenn es „den“
Neoliberalismus nicht gibt, dafür ist das Spektrum der Anhänger zu
facettenreich, eint die bunte Vielfalt der Neoliberalen ihr gemeinsames
Streben nach einer Gesellschaftsordnung, die den freien, selbst
bestimmten Menschen zum Maß und zur Mitte einer wirtschaftlich und
politisch freien Ordnung macht. |




