| Marktwirtschaft, persönliches Wohl und Gemeinwohl |
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Grundsätze können gar nicht oft genug wiederholt werden, besonders wenn man aus der Entfernung des Auslands auf den wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Flohzirkus in Deutschland schaut. In einer Marktwirtschaft lenken nicht obrigkeitlicher Zwang, sondern freie Preise den Güter- und Interessenaustausch der Menschen. Freiheit, Selbstverantwortung und persönliche Initiative sind die Antriebskraefte des Menschen, die sich in der Marktwirtschaft voll entfalten können. Das Grundprinzip der Marktwirtschaft lautet: Wenn die geeigneten Rahmenbedingungen gegeben sind, führen die Erwerbsziel geleiteten Aktivitäten der Menschen und Unternehmen zu einem Ergebnis, das am Gemeinwohl gemessen, insbesondere an der Güterversorgung der Verbraucher, der bestmöglichen Nutzung aller verfügbaren Ressourcen entspricht. Zu den wichtigsten Rahmenbedingungen zählen: Wettbewerb als Entdeckungsverfahren und Entmachtungsinstrument, Grenzöffnung für Freihandel und internationale Arbeitsteilung sowie ein geeignetes Vertragsrecht, das die Handlungsfähigkeit von Menschen und Unternehmen sichert. Dem Staat kommen vor allem hoheitliche Aufgaben zu - also äussere und innere Sicherheit sowie eine Rechtsprechung, die die Handlungsordnung der Menschen funktionsfähig hält. Der Marktwirtschaft gelingt es, das Streben nach dem eigennützigem Vorteil der Wohlfahrt aller Menschen dienstbar zu machen. Fehlverhalten wie die Vergeudung von Ressourcen oder die Vernachlässigung der Wünsche und Bedürfnisse von Verbrauchern werden durch den Markt weit schneller und wirksamer sanktioniert als dies bei der Kontrolle durch eine sozialdemokratische Wirtschaftslenkung der Fall wäre. Ludwig von Mises betont daher: "Dem Nörgler, der sich über die Ungerechtigkeit der Marktwirtschaft beklagt, kann man nur einen Rat geben: Falls du Reichtum erwerben willst, versuche die Öffentlichkeit zu befriedigen, indem du ihr etwas anbietest, was billiger ist oder was grösseren Beifall findet. ... In einer Marktwirtschaft, die nicht von durch die Regierung auferlegten Eingriffen sabotiert wird, ist es die ausschliessliche Schuld jedes einzelnen, wenn er nicht den Schokoladenkoenig, den Filmstar oder den Boxmeister übertrifft." |




