| Krieg vermeiden – Frieden sichern |
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| Geschrieben von: mvp |
| Freitag, 09. September 2011 |
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Krieg lasse sich auf zwei Ursprünge zurückführen: Sicherheitsdilemma und territoriale Fragen – beide brächten unauflösliche Interessenkonflikte hervor. Grundsätzlich gebe es zwei Lösungswege, konstatiert Erich Weede, Emeritus für Politologie und Soziologie, der zuletzt an der Universität Bonn tätig war: Frieden durch Angst oder Stärke, also die Unterdrückung des Konflikts, oder aber dessen Neutralisierung durch Änderung der Gesellschaften und ihrer Verbindungen unter einander.
Freihandel trage zu Wachstum und Prosperität bei und somit zu Demokratisierung. Gemeinsame Demokratie reduziere die Gefahr militärischer Auseinandersetzungen und Kriege signifikant. Handel und offene Grenzen reduzierten unmittelbar das Risiko eines militärischen Konflikts. Globalisierun ermögliche einen kapitalistischen Frieden, dadurch dass Wohlfahrt und letztlich Demokratie gefördert werde. Der kapitalistische Friede mildere Folgen von Mächte(un)gleichgewichten. Hingegen sei es nicht erstrebenswert, Bürgerkriege durch Autokraten, Unterdrückung oder Totalitarismus zu vermeiden. Das funktioniere zwar, habe sich im 20. Jahrhundert aber als noch tödlicher erwiesen als Bürgerkriege. Der demokratische Friede werde durch Kapitalismus und Globalisierung, Freihandel und Auslandsinvestitionen am besten erreicht. Die befriedenden Konsequenzen von ökonomischer Freiheit, Kapitalismus und Globalisierung seien wissenschaftlich breit abgesichert. Die Folgen für politisches Handeln lägen auf der Hand: Ausweitung der wirtschaftlichen Freiheiten, Unterstützung und Export von Marktwirtschaft. Das Ergebnis sei ein kapitalistischer Friede, der häufig demokratischer Friede genannt werde. Erforderlich seien offene Märkte im Westen, ein nachahmenswertes kapitalistisches Model, Vorbild sein durch eigene Wohlstandsentwicklung und unbedingt: Hände weg vom Protektionismus! Erich Weede betont, Ungleichheit in der Welt sei nicht zuletzt Folge des Kapitalismus – und zwar aufgrund einer ungleichen Ausbreitung des Kapitalismus. Noch 1820 hätten 84% der Menschheit in Armut gelebt, 1929 sei diese Zahl auf 56% gesunken, um 1992 bereits weniger als ein Fünftel der Menschen weltweit zu umfassen. In Asien hätten sich innerhalb von nur 20 Jahren mehr als eine Milliarde Menschen aus der Armut befreit – seitdem die Globalisierung eingesetzt habe. Eine der bedeutendsten Lektionen der Geschichte sei, - und hier zitiert Erich Weede den früheren Premierminister von Singapur Lee Kuan Yem – dass ambitionierte Staaten durch territoriale Aneignungen wachsen können oder durch Handeln mit anderen Ländern, wörtlich: Die Alternative zum Freihandel ist nicht nur Armut, sondern Krieg.“
Der diplomierte Psychologe, promovierte Politologe und Professor für Soziologie hat sich sein wissenschaftliches Leben lang mit den Ursachen und der Vermeidung von Krieg befasst. Seine Quintessenz lautet: „das beste Mittel, um Demokratie zu exportieren, ist der Export von Kapital und Kapitalismus“. Nachfolgend noch einige zentrale Inhalte des Buches, die im Text differenziert herausgearbeitet werden:
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Die vorstehenden Einschätzungen entstammen einer umfangreichen Auswertung wissenschaftlicher Studien auf der Grundlage einer blitzsauberen Wissenschaftsmethodik, die Erich Weede in seinem Buch „