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Politiker privat unerwünscht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 12. Februar 2012

Hochrangige politische Personen wurden hofiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Oder vielleicht doch? Nach wie vor wird viel Gewese um MdBs, Staatssekretäre, Minister und andere Top-Politiker, darunter auch Bürgermeister gemacht. Wer allerdings auf Empfängen, vor allem auf privaten Veranstaltungen aufmerksam die Reaktionen vieler Gäste beobachtet, ein Gespür für die Grundhaltung von Menschen hat, der wird feststellen, dass Politikern vielfach mit Skepsis, Zurückhaltung, zuweilen auch Missachtung begegnet wird. Und das ist gut so!

Kein gutes Verhalten ist es, andere Menschen nur aufgrund ihres Berufs schlecht zu behandeln. Zugleich war es kein guter Zug, prominente und vor allem einflussreiche Menschen bevorzugt zu behandeln. Genau das tun wir aber, weil es uns anerzogen wurde – von Kindesbeinen an. Der Staat verkörpert das Gute. Zugleich ist es tatsächlich Aufgabe des Staates, Gutes zu tun. Gemeint sind die hoheitlichen Aufgaben des Schutzes von Leib, Leben und Eigentum. Diesem Wesenszweck sollen die Volksvertreter und Staatsbediensteten gerecht werden: Recht durchsetzen und somit für Gerechtigkeit eintreten.

Nicht erst seitdem „wulffen“ zu einem geflügelten Wort für taktisches Verhalten unter Verschleierung der Wahrheit geworden ist, mangelt es der Politik an Glaubwürdigkeit. Immer mehr Menschen wird (hoffentlich) bewusst, dass ihre Ansprüche an Politiker ungerechtfertigt sind, dass Bevormundung und „Vorteilsnahme“ (heute) ein wesentlicher Bestandteil politischen Handelns sind. Zudem gibt es eine überfällige Tendenz, den Spieß umzudrehen. Wenn etwa Internetnutzer von Politikern und Bürokraten als potenzielle Kriminielle angesehen werden, dann sollte das in grundsätzlicher Form umgekehrt erst recht gelten wie "Anonymous" feststellt. Insofern erweist sich die Krise als heilsam. Tatsächlich handelt es sich nicht um eine Image-, sondern vielmehr um eine Substanzfrage. Wenn Politiker im privaten Raum nicht gemieden werden wollen, werden sie ihr Verhalten grundsätzlich umstellen müssen.

 
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