Sündenbock gesucht und gefunden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Mittwoch, 31. März 2010

Unbenommen, die Finanzbranche ist neben den Regierungen mit ihrem Staatsapparat der große Profiteur des staatlichen Monopols für die Geldproduktion: Nahezu unbegrenzter Kredit ermöglicht satte Gewinne und eine fast schrankenlose Staatsverschuldung, der Strom frischen Geldes erlaubt die Alimentierung von Spitzenmanagern und Wählergruppen. Wenn es das Staatsgeldsystem nicht gäbe, „man“ müsste es erfinden – um seine Ziele auf Kosten anderer zu erreichen. Wenn da nicht die Finanzkrise wäre.

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Inflation ist immer schädlich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 02. März 2010

Entgegen landläufiger Meinungen schadet Inflation immer, weil die sinkende Kaufkraft des Geldes die Bürger unmittelbar trifft. Zugleich neigt Inflation zur Ausweitung - ein bisschen schwanger geht nicht. Es gibt aber auch Inflationsprofiteure, vor allem den Staat und (große) Finanzinstitute. Zugleich ist Inflation eine Politik, die nicht dauerhaft durchführbar ist. Weitere Überlegungen habe ich in einem Artikel in Die Freie Welt ausgeführt.

 
Geschichte wiederholt sich: Kontroverse Geldpolitik um 1825 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 23. Dezember 2009

Von den Spätfolgen der Napoleonischen Kriege und einer Agrardepression erholte sich die britische Wirtschaft erst 1823. Der Boom wurde von einer Kreditexpansion der Bank von England genährt. Innerhalb von zwei Jahren wuchsen die Kredite um 43% – in absoluten Zahlen ein Anstieg von 17,5 auf 25,1 Millionen Pfund. Ein beträchtlicher Anteil des Geldes gelangte in spekulative Anlagen lateinamerikanischer Minenaktien. Ende 1824 begann Gold aus England abzufließen, was unter dem zu dieser Zeit international vorherrschenden Goldstandard ein sicheres Zeichen für eine Politik zu billigen Geldes war. Der marktwirtschaftliche Sanktionsmechanismus griff – die Krise setzte sich fort. Im Juni 1825 weigerte sich eine Bank in Bristol einem Banknoteninhaber Gold auszuhändigen. Bis Ende Oktober fielen die Barreserven der Bank von England, der faktischen Zentralbank, auf einen alarmierend niedrigen Stand von 3 Millionen Pfund. Im Dezember kam es zu einem Bankenrun. Nur um Haaresbreite gelang es der Bank von England mit einer riskanten, weil freizügigen Kreditpolitik für die Geschäftsbanken das Ruder herum zu reißen.

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Die Krise hat noch nichts gelöst PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 17. Dezember 2009

Yvan Lengwiler ist zwar kein „Österreicher“, aber Schweizer und Ordinarius für Nationalökonomie an der Universität Basel. In seinem lesenswerten Artikel über die Ursachen der Weltwirtschaftskrise und die staatlichen Gegenmaßnahmen in der NZZ betätigt sich Lengwiler erneut als Querdenker und Mahner. So warnt er vor dem Glauben, die erforderliche Bereinigungskrise sei bereits in nennenswertem Umfang abgeschlossen. Hinzu kommt seine bemerkenswerte Kritik an der eingeschlagenen Regulierung, die sich als kontraproduktiv erweisen dürfte. 

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Die Störung dess Preissystems hat die "Krise" ausgelöst PDF Drucken E-Mail

Hinweis in eigener Sache:

Ein Versuch, die sogenannte "Finanzkrise" durch einen konsequenten Blick auf die künstliche Veränderung der Preise zu erklären, ist in Wirtschaftliche Freiheit erschienen.

 
Regulierung: So war es nicht gedacht PDF Drucken E-Mail

Die Aufarbeitung der Ursachen für die Inflationskrise schreitet voran. Nach den Monographien von Thomas Sowell (The Housing Bust and Boom) und Thomas Woods (The Meltdown) hat nun Arnold Kling am Mercatus Center der George Mason University (GMU, USA) einen Arbeitsbericht vorgelegt, der den bezeichnenden Titel trägt: „Not what they had in mind: A History of Policies that Produced the Financial Crisis of 2008“. Kling ist ein Insider, hat er doch früher als Ökonom beim Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und der US-Zentralbank Fed gearbeitet; heute ist er Mitglied der Mercatus Financial Markets Working Group an der GMU. 

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Die Kosten von Inflation werden unterschätzt PDF Drucken E-Mail

Die Auffassung, Inflation habe zumindest eine positive Seite, dürfte immer noch verbreitet sein. Sei es, dass Inflation das Wirtschaftswachstum schmiere oder immer noch besser als Arbeitslosigkeit sei. Beides ist natürlich Unsinn.
Tatsächlich hat Inflation keine positiven Folgen, sondern nur negative Konsequenzen. Gleichwohl tendiert auch die herkömmliche Wissenschaftssicht zur Unterschätzung der Inflationskosten. Steven Horwitz komme der Verdienst zu, in „The Cost of Inflation Revisited“ auf die gravierenden – teilweise versteckten – Kosten von Inflation systematisch hingewiesen zu haben. 

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Inflationskrise: Empirische Belege für umfassendes Staatsversagen PDF Drucken E-Mail

John B. Taylor, der Erfinder der nach ihm benannten Taylor-Regel zur Steuerung der Zentralbankzinsen, hat umfangreiches empirisches Material ausgewertet und ökonometrisch verdichtet. Der Berater mehrere US-Präsidenten und Ökonomie-Professor in Stanford steht nicht im Verdacht ein vorurteilsbeladener Regierungskritiker zu sein. Gleichwohl lautet das Ergebnis seiner umfangreichen Untersuchungen, die er dem schmalen Buch „Getting off track“ zusammengefasst hat: „I have provided empirical evidence that government actions and interventions caused, prolonged and worsened the financial crisis.“ Warum ist das der Fall? Erstens habe die exzessive Geldpolitik, so Taylor, einen Immobilienboom verursacht, insbesondere durch Zinssätze, die zu lange zu niedrig gehalten wurden. Es sei zu viel konsumiert und zugleich zu wenig gespart worden.

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Maßnahmen zur Überwindung der aktuellen und der bevorstehenden Krise PDF Drucken E-Mail

Die staatliche Geldproduktion sorgt für immer schwerere zyklische Krisen. Seit dem Ende der kümmerlichen Reste des Goldstandards im August 1971 hat es weit über 100 Wirtschaftskrisen gegeben, deren Intensität sich insbesondere seit den 1990er Jahren zunehmend gesteigert hat. Zuletzt wurde 2001 die New Economy Rezession mit einer Politik billigen Geldes bekämpft. Das Ergebnis ist die bisher größte Weltwirtschaftskrise, zumindest an absoluten Zahlen gemessen. Die aktuelle „Große Rezession“ wurde wiederum mit billigem Geld bekämpft. Obwohl sie nicht vorbei ist, steht die nächste Krise bereits absehbar bevor, sie wird allein wegen der horrenden Staatsverschuldung noch einmal deutlich ungemütlicher werden.

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Fortgesetzte Geldillusion: Negative Leitzinsen PDF Drucken E-Mail

Die Politik des billigen, zeitweise kostenlosen Geldes hat in absoluten Zahlen die größte Weltwirtschaftskrise aller Zeiten verursacht. Als Gegenmaßnahme wurden die Leitzinssätze durch die führenden Zentralbanken der Welt erneut auf nahezu Null Prozent abgesenkt. Einigen Ökonomen in den USA reicht das größte Geldmengenwachstum seit dem Beginn der statistischen Erhebungen im Jahr 1918 nicht aus. Sie spielen mit dem Gedanken, negative Leitzinsen festzusetzen. Dabei handelt es sich nicht allein um ein Gedankenspiel aus dem Elfenbeinturm, sondern um ein handfestes Lehrstück von Gesellschaftsklempnerei.

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