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"Die Rückführung der Staatsschulden ist, wenn überhaupt, immer durch einen Bankrott erfolgt." Adam Smith (1723 – 1790) Das staatliche Geldsystem, in dem die Geldmenge durch Kreditgewährung immer weiter ausgeweitet, und in dem der Zins von den Zentralbanken immer weiter abgesenkt wird, führt dazu, dass die Kreditmengen stärker ansteigen als die volkswirtschaftlichen Einkommen zunehmen. Der Verschul- dungsgrad der Volkswirtschaften steigt so immer weiter an und führt, wenn der beschrittene Pfad nicht beendet wird, zum Bankrott oder, wenn er abgewendet werden soll, zur (Hyper-) Inflationspolitik.
(...) Zeuge der Umverteilung Die Kreditmarktschulden der meisten Staaten sind im we- sentlichen Zeugen der Umverteilungsorgien vergangener Tage. Kreditfinanzierte Ausgaben wurden getätigt, um den ausufern- den Regierungsapparat und seine wuchernde Bürokratie zu finanzieren. Sie wurden verwendet, um marode Sozialversiche- rungssysteme querzusubventionieren, um die wahren Kosten vor der Wählerschaft zu verschleiern. Auch wurde mit den Staatsschulden das künstliche Schaffen von Arbeitsplätzen finanziert, die in einem freien Marktsystem nicht entstanden wären, weil die Nachfrage anderen Gütern und Dienstleistun- gen zugute gekommen wäre. Mit Staatskrediten erweitert sich der Zugriff des Staates auf knappe Ressourcen der Volkswirtschaft in einem Ausmaß, das vermutlich, würden all die Umverteilungszahlungen aus den Steuern der Bürger zu bestreiten sein, keine politische Billi- gung durch die Mehrheit finden würde. In der Öffentlichkeit wird jedoch regelmäßig ein ganz anderer Eindruck erzeugt, wenn die Regierung die Verschuldung ausweitet: Es wird be- hauptet, die kreditfinanzierten Staatsausgaben würden wohl- meinend zur Unterstützung der Wirtschaft ausgegeben, mit ihnen würden etwa Arbeitsplätze erhalten oder gar neue ge- schaffen. Das mag auf den ersten Blick überzeugend klingen und kri- tische Stimmen eindämmen – insbesondere dann, wenn nam- hafte Experten eben dieser Meinung sind. Denn wer wollte sich schon gegen eine Politik aussprechen, die für mehr Produktion und Arbeitsplätze sorgen will? Doch kreditfinanzierte Staatsausgaben mehren nicht den Wohlstand des Gemeinwe- sens, sie dienen lediglich dem Subventionieren von Industrien und Arbeitsplätzen, die Güter produzieren, die keine Abnehmer finden, weil sie zu teuer sind und/oder ihre Qualität nicht den Kundenwünschen entspricht. Kreditfinanzierte Staatsausgaben sind folglich nichts anderes als Umverteilungen des gegebenen Einkommens, die den Begünstigten ein Einkommen antragen, das sie aus eigener Leistung nicht erzielen können oder wollen, und die die Rechnungen unbeteiligten Dritten – den künftigen Steuerzahlern – aufbürden. Mit dem Ausufern der Staatsverschuldung ist ein immer weiteres und tieferes Vordringen des Staates in das Wirt- schafts- und Gesellschaftsleben verbunden, das in diesem Ausmaß wohl nur im Rahmen des Staatsgeldsystems möglich ist. Die wachsende Staatsverschuldung sorgt nämlich dafür, dass knappe Ressourcen zusehends in politisch gewünschte Bereiche gelenkt werden. Die Ressourcenverwendung wird so zusehends dem staatlichen Einfluss unterworfen. Die Privatini- tiative und damit zusehends auch die produktiven Kräfte der Volkswirtschaften, die für Wachstum und Wohlstand sorgen, werden gelähmt. Dies provoziert über kurz oder lang eine Kre- ditkrise und den Bankrott von Schuldnern. Quelle: Geldreform, Auszüge aus Kapitel 6, S. 131, 138ff.
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