Startseite Zur Inflationskrise Hintergründe Noch einmal: Inflation ist schädlich ...
Noch einmal: Inflation ist schädlich ... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Dienstag, 27. Juli 2010

Der geniale amerikanische Publizist Henry Hazlitt hat fast alles, was man zur Inflation für den Alltag wissen muss, in nur einem Absatz zusammengefasst: Inflation ist der Anstieg der Geldmenge und Bankkredite im Verhältnis zur Gütermenge. Inflation ist schädlich, weil sie den Wert einer Geldeinheit vermindert, die Lebenskosten für alle erhöht, den Ärmsten eine Steuer auferlegt in derselben Höhe wie den Reichen, den Wert von Ersparnissen schmälert, Sparen entmutigt, Wohlstand umverteilt, Spekulation und Spielereien ermutigt statt Sparsamkeit und Arbeit und schließlich das Vertrauen in die Gerechtigkeit einer freien Marktwirtschaft untergräbt und zugleich öffentliche und private Moral untergräbt.

Anhänger der Österreichschen Schule der Ökonomik wissen, dass nur durch Inflation rentable Projekte bei restriktiverem Geldpolitik erneut zum Problem werden, weil nicht mehr Geld im Überfluss für alle und jeden vorhanden ist. Die Marktwirtschaft führt als Gewinn- und Verlustsystem prompt eine Bereinigung durch. Sobald Verluste politisch nicht gewünscht sind, ist die Versuchung groß, zunächst Unternehmen, dann Finanzinstitute und schließlich Staaten zu retten. Das ist zugleich Weg in Richtung Währungsruin.

Es ist tragisch, dass der glänzende Rhetoriker Obama den falschen Ideen anhängt. Sein umfassendes Wohlstandsminderungsprogramm baut auf Zuversicht, die er mit jedem weiteren Regierungshandeln unterminiert. „Regime uncertainty“ (Robert Higgs) ist über 70 Jahre nach dem "New Deal" erneut eine zentrale Folge des amerikanischen Regierungshandelns geworden.

 
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