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Verschuldungskrise: Weniger ist mehr! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 29. Juni 2010

Kanadas Banken haben die Finanzkrise unbeschadet überstanden, und was noch bedeutsamer ist: ohne staatliche Subventionen, für die der Steuerzahler aufkommen muss.

Als Ursache gelten eine deutlich höhere Eigenkapitalquote, Basel II schreibt lächerliche 2% vor, kanadische Banken müssen über mindestens 5% verfügen – ihre Kernkapitalquote liegt aber bei 12,6%-

Hinzu kommt die Vorschrift „ACM“ (Assets to Capital Multiple), also Vermögenswerte im Verhältnis zum Kapital. Da die Bilanzsumme höchstens das 23-fache des Eigenkapitals betragen darf, gibt es in Kanada eine automatisch Deckelung der Verschuldung, die u.a. CDOs (verbriefte Kreditprodukte) und außerbilanzielle Vermögenswerte mit in die Gesamtrechnung einbezieht.

Eine derartige, relativ grobe Regulierung ist den kleinteiligen Bestrebungen in Deutschland und Europa überlegen. Kanada kann erneut punkten, wie schon um die Jahrhundertwende als das Finanzssystem ohne Zentralbank deutlich stabiler war als etwa in den USA.

Noch besser wäre indes freies Marktgeld mit der härtesten Regulierung: durch den Markt selbst.

Quelle: FTD: Das kanadische Bankenwunder.

 
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