| Sündenbock gesucht und gefunden |
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| Geschrieben von: pk |
| Mittwoch, 31. März 2010 |
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Unbenommen, die Finanzbranche ist neben den Regierungen mit ihrem Staatsapparat der große Profiteur des staatlichen Monopols für die Geldproduktion: Nahezu unbegrenzter Kredit ermöglicht satte Gewinne und eine fast schrankenlose Staatsverschuldung, der Strom frischen Geldes erlaubt die Alimentierung von Spitzenmanagern und Wählergruppen. Wenn es das Staatsgeldsystem nicht gäbe, „man“ müsste es erfinden – um seine Ziele auf Kosten anderer zu erreichen. Wenn da nicht die Finanzkrise wäre. Nun hat einmal mehr das Schwarze Peter Spiel angefangen. Die gierigen Regierungen zeigen auf die Gewinn maximierenden Banker und ihre Produkte. Zu ihnen gehören insbesondere Kreditderivate, die gerne verteufelt werden. Die Neue Zürcher Zeitung konstatiert, der Nutzen von Credit Default Swaps (CDS) werde klein geredet, die Gefahren würden überzeichnet. CDS sind Absicherungen gegen Risiken, etwa den Verlust von Opel-Anleihen. CDS ermöglichen eine Risikoverteilung auf viele Schultern. Wo liegt also das Problem? Es sollen die sogenannten „Spekulanten“ sein, d.h. CDS-Käufer, die die Anleihen gar nicht besitzen, weil sie Leerkäufe tätigen. Hier kommen allerdings ökonomische Vorurteile ins Spiel oder mangelnde Vorstellungskraft. So funktionierte der CDS-Markt während der Finanzkrise und auch beim Zusammenbruch von Lehman Brothers bemerkenswert gut. Und mit vermeintlichen Wetten auf den Konkurs von Unternehmen und Staaten kann man keine andere Realität schaffen. Der tatsächliche Sündenbock sind in erster Linie die Regierungen – sie haben die hohe Verschuldung verursacht und sollten die Konsequenzen tragen, genauso wie unsolide arbeitende Unternehmen. |




