| Econtalk: Tyler Cowen redet Klartext über die Euro-Krise |
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| Geschrieben von: mvp |
| Mittwoch, 01. Februar 2012 |
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Der Euro war als Einheitswährung von Beginn an untauglich und zum Scheitern verurteilt: Eine Währungsunion kann ohne Fiskalunion nicht Bestand haben. Eine Fiskalunion ist ohne gemeinsame Regierung nicht möglich. Mit dieser knappen Einschätzung bringt der Ökonom Tyler Cowen von der George Mason University die Euro-Krise retroperspektivisch im Gespräch mit Russ Roberts bei Econtalk auf den Punkt. Darauf folgt: Die Euro-Verfechter müssen eine europäische Fiskalunion unter brüsseler Ägide und eine europäische Zentralregierung aus dem Boden stampfen.
Ein Hair Cut bedeutet nichts anderes als, dass Kreditgeber das Geld, was sie einer Regierung zur Verfügung gestellt haben, nicht zurückbekommen. Bei einem Hair Cut von 80%, der im Falle Griechenlands notwendig sein dürfte, sind es 80 Cent vom Euro, den die Gläubiger verlieren. Tyler Cowen ist der Ansicht, dass die prekäre Lage Griechenlands niemanden überraschen sollte. Griechische Regierungen sind korrupt. Das Land befand sich rund die Hälfte der Zeit seit 1850 in einem Zustand faktischer Staatsinsolvenz. Wie fast immer liegt das an zu hohen Ausgaben und Krediten bei zu geringen Einnahmen. Nun leiht kein Privatmann der griechischen Regierung mehr Geld. Der Markt zur Finanzierung von Regierungshandeln hat sich praktisch aufgelöst. Der Staatsbankrott ist die einzige realistische Entwicklung. Allerdings ist Griechenland nicht das einzige Problem in Europa, weil es beherrsch-, sprich bezahlbar wäre. Italien, Spanien, Portugal, Irland sind es indes nicht. Ein Beispiel: 11 % des ESM sollten aus Italien kommen, das nun selbst auf ESM-Hilfe angewiesen sei. Es sei einfach unmöglich, dass Deutschland, die Niederlande und Finnland die EU finanzieren. Tyler Cowen formuliert bedenkenswerte Thesen, die aktuelle Herausforderungen benennen:
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