Noch einmal: Inflation ist schädlich ... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Dienstag, 27. Juli 2010

Der geniale amerikanische Publizist Henry Hazlitt hat fast alles, was man zur Inflation für den Alltag wissen muss, in nur einem Absatz zusammengefasst: Inflation ist der Anstieg der Geldmenge und Bankkredite im Verhältnis zur Gütermenge. Inflation ist schädlich, weil sie den Wert einer Geldeinheit vermindert, die Lebenskosten für alle erhöht, den Ärmsten eine Steuer auferlegt in derselben Höhe wie den Reichen, den Wert von Ersparnissen schmälert, Sparen entmutigt, Wohlstand umverteilt, Spekulation und Spielereien ermutigt statt Sparsamkeit und Arbeit und schließlich das Vertrauen in die Gerechtigkeit einer freien Marktwirtschaft untergräbt und zugleich öffentliche und private Moral untergräbt.

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Überoptimismus als Krisenursache PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 05. Juli 2010

Diese These stand im Mittelpunkt eines inspirierenden Vortrags, den Tyler Cowen am 05.07.2010 im Liberalen Institut der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit in Potsdam hielt: „Too many things went too good for too long“. Spätestens seit 1989 habe die Welt eine außerordentlich glückliche Entwicklung erlebt, darunter den Fall der Berliner Mauer und die Öffnung des Eisernen Vorhangs sowie den Aufstieg Indiens aus dem Elend und die erstaunliche Prosperität Chinas. In den letzten 25 Jahren sei mehr Gutes passiert als je zuvor und vieles werde dauerhaft erhalten bleiben.

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Verschuldungskrise: Weniger ist mehr! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 29. Juni 2010

Kanadas Banken haben die Finanzkrise unbeschadet überstanden, und was noch bedeutsamer ist: ohne staatliche Subventionen, für die der Steuerzahler aufkommen muss.

Als Ursache gelten eine deutlich höhere Eigenkapitalquote, Basel II schreibt lächerliche 2% vor, kanadische Banken müssen über mindestens 5% verfügen – ihre Kernkapitalquote liegt aber bei 12,6%-

Hinzu kommt die Vorschrift „ACM“ (Assets to Capital Multiple), also Vermögenswerte im Verhältnis zum Kapital. Da die Bilanzsumme höchstens das 23-fache des Eigenkapitals betragen darf, gibt es in Kanada eine automatisch Deckelung der Verschuldung, die u.a. CDOs (verbriefte Kreditprodukte) und außerbilanzielle Vermögenswerte mit in die Gesamtrechnung einbezieht.

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Free Banking: Wettbewerb und Verträge als Schutz gegen einen Bank-Run PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 31. Mai 2010

In der Geschichte des Finanzwesens gab es Ordnungen, die dem Free Banking nahe kommen. Free Banking bedeutet, dass der Staat die Eigentumsrechte schützt, aber keine Vorschriften für die Produktion und Verteilung von Geld macht; das schließt ein staatliches Monopol auf die Geldproduktion in Form einer Zentralbank aus. Schottland in der Zeit von etwa 1720 bis 1845 und Kanada bis zur Etablierung einer Zentralbank 1935 sind zwei Beispiele, die Larry White, Professor an der George Mason University, in seinem Gespräch mit seinem Kollegen Russ Roberts (EconTalk) erwähnt. Etwaige Utopismus-Vorwürfe übersehen also eine große – zudem positive – historische Erfahrung.

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Mit dem Geld anderer Leute spielen als Krisenursache PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 29. Mai 2010

Die Marktwirtschaft ist eine Ordnung, die auf Gewinn und Verlust beruht. Diese unumstößliche, besonders von Milton Friedman hervorgehobene Erkenntnis, stellt die zentrale Lehre zur Erklärung und Überwindung der Weltwirtschaftskrise dar. Zumindest ist das die Auffassung von Russ Roberts, der eine lesens- und hörenswerte Synthese seiner zahlreichen Gespräche mit Insidern und Beobachtern unter dem Titel „Gambling with other people's money“ beim Mercatus Center der George Mason University veröffentlicht und in seinem Podcast EconTalk vorgestellt hat. Der Untertitel lautet „How perverted incentives caused the financial crisis“. Anreize sind für ihn der Dreh- und Angelpunkt zur Erklärung der Krise. Anreize resultieren aus Institutionen, das sind vor allem die von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen, und aus Interventionen, das sind die politischen Eingriffe in die Wirtschaft.

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Der personale Faktor im Monetarismus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 27. Mai 2010

„A Monetary History of the United States, 1867-1960“ gehört zu den herausragenden geldpolitischen und wirtschaftsgeschichtlichen Büchern. Das liegt schon an der Fülle und Dichte der empirischen Daten. Und gerade weil es ein empirisches Werk ist, lässt sich die These vertreten, Milton Friedman (und Anna Schwartz) haben das Pferd zumindest ein Stück weit von hinten aufgezäumt. Das wird in „The Great Contraction 1929-1933“ deutlich, dem als separaten Band veröffentlichten siebten Kapitel der Monetary History.

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Lektüreempfehlung zum New Deal PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 30. April 2010

Gérard Bökenkamp ist eine feste Größe in der liberalen Szene. Im Sommer erscheint seine Dissertation zur Sozial- und Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik Deutschland (1969-1998) unter dem leitenden Aspekt der Staatsverschuldung. Für seine Blogger-Tätigkeit wurde er ausgezeichnet.

Regelmäßig schreibt der erste Chefredakteur der Internetzeitung Die Freie Welt für das ef-magazin. Hier ist sein exzellenter Artikel zum New Deal, den er beim letzten Liberalen Privatseminar in der Traditin von Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek vorgetragen hat.

 
Unser Geldsozialismus verursacht Krisen und korrumpiert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 19. April 2010

Für sein Buch „Geld, Gold, Gottspieler“ hat Roland Baader auch Kopfschütteln geerntet. Die Prognose sei apokalyptisch, die von ihm als zwangsläufig geschilderte Perspektive Panikmache. Selbst im eigenen Lager gab es eine Reihe von Skeptikern. Der eigensinnige Freiheitsmilizionär hat dennoch Recht behalten. Sein vom medialen Getümmel und vom mediokren Wissenschaftsmainstream gleichermaßen unabhängiges Manifest ruht auf den Schultern der liberalen, österreichischen Klassiker und besitzt einen zusätzlichen Vorteil: es liest sich sehr gut. Roland Baader  bringt es nämlich stilistisch fertig,  auf sehr ansprechende Weise in einen Dialog mit seinem Leser zu treten und ihn damit unmittelbar in seine Überlegungen mit einzubeziehen. Gerade das, was einige Kritiker als "zu wortgewaltig" bemängeln, macht das Fesselnde an der Lektüre aus.

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Regulierung hat die Krise verursacht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 16. April 2010

Staatliche Regulierung, über Jahrzehnte hinweg und in den letzten Jahren noch einmal verstärkt, ist eine notwendige Ursache für die Weltwirtschaftskrise. Allen Versprechungen zum Trotz kann Regulierung noch nicht einmal die beabsichtigten, angekündigten Resultate erzielen. Von unbeabsichtigten "Kollateralschäden" in beträchtlichen Ausmaß ist dabei noch die Rede. Eine systematische Übersicht habe ich in einem längeren Artikel für den ordnungspolitischen Blog Wirtschaftliche Freiheit von Prof. Norbert Berthold zusammengestellt.

 
Sündenbock gesucht und gefunden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Mittwoch, 31. März 2010

Unbenommen, die Finanzbranche ist neben den Regierungen mit ihrem Staatsapparat der große Profiteur des staatlichen Monopols für die Geldproduktion: Nahezu unbegrenzter Kredit ermöglicht satte Gewinne und eine fast schrankenlose Staatsverschuldung, der Strom frischen Geldes erlaubt die Alimentierung von Spitzenmanagern und Wählergruppen. Wenn es das Staatsgeldsystem nicht gäbe, „man“ müsste es erfinden – um seine Ziele auf Kosten anderer zu erreichen. Wenn da nicht die Finanzkrise wäre.

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