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Geschrieben von: mvp
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Dienstag, 28. Juni 2011 |
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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) fungiert zuweilen als Think Tank der Zentralbanken. Nun befürchtet die BIZ neuerliche Krisen, wenn nicht gegen gesteuert wird.
In „Tiefe Sorgenfalten bei der BIZ in Basel“ (NZZ vom 28.06.2011) werden wesentliche Gründe für die Sorge der BIZ zusammenfassend aufgeführt. Österreicher werden nicht überrascht sein, aber möglicherweise Befriedigung darüber empfinden, dass einige Aspekte inzwischen zum festen Bestandteil des Mainstreams gehören:
- Die hohe Verschuldung der privaten und öffentlichen Haushalte sowie von Banken und anderen Unternehmen in fortgeschrittenen Volkswirtschaften stehe einem ausgewogenen Wirtschaftswachstum und stabilen Finanzsystemen im Wege.
- Ein unverzüglicher Abbau der Defizite sei geboten. Die BIZ warnt vor Schulden finanziertem Konsum und Immobilienboom.
- Die Steuereinnahmen würden überschätzt – die Kredit- und Vermögenspreisentwicklung sei nicht tragfähig. Zudem müsse ein konjunkturelles Polster geschaffen werden.
- Strukturelle Veränderungen der Wirtschaft stünden bevor, darunter vor allem ein Schrumpfen unnatürlich gewachsener Finanzbranchen und Bausektoren.
- Es bestehe die Gefahr nicht mehr funktionierender Märkte wegen (anhaltender) Zinsen nahe Null, die diese ursprünglich funktionsfähig machen sollten und nun die Bereinigung verzögerten.
- Der Inflationsgefahr sei zu begegnen und die Zentralbanken müssten ihre Bilanzen sanieren.
- Leider auch: Die BIZ lobt die Fortschritte bei der Regulierung (Basel III), allerdings stehe die Umsetzung noch aus.
Kurzfassung auf Österreichisch: Monetär angefachter Boom zieht Überschuldung nach sich und erfordert eine (strukturelle) Bereinigung(skrise) – geldpolitische Gegenmaßnahmen haben kontraproduktiv gewirkt. |