| Regierungsdilettantismus |
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| Geschrieben von: pk |
| Sonntag, 23. Mai 2010 |
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Die Financial Times Deutschland bezeichnet die jüngesten Maßnahmen der Bundesregierung gegen Spekulanten als "Schattenkampf", der "vorerst im absurden Leerverkaufsverbot" gipfele. Es sei "so offensichtlich das Resultat eines politischen Kuhhandels, ein Beruhigungskeks für die parlamentarische Galerie", dass man sich über Sinn und Unsinn gar nicht den Kopf zerbrechen müsse. Angesichts enger Vorschriften und zugleich vielfacher Ausnahmen sei die schwammige BaFin-Regulierung praktisch ohne Bedeutung: "Um ein Zeichen ihres unbedingten Handlungswillens im Kampf gegen Spekulanten zu zeigen, hätte die Koalition genauso gut den Handel mit Terminkontrakten auf gesalzene griechische Schweinebäuche zwischen 17 und 18 Uhr in Celle verbieten können." Schlimmer geht's nimmer? Doch, sogar mit dieser Regierung. Wie soll das erst mit der nächsten Großen Koalition werden? Eine offenkundige Ausgeburt ökonomischer Unterbelichtung ist die Transaktionssteuer. Der Regulierungen leider durchaus freundlich gesonnene Wolfgang Münchau bezeichnet sie in seiner FTD-Kolumne allerdings als "ein populistisches Feigenblatt, um gegen die Akteure an internationalen Finanzmärkten vorzugehen. Denn das Instrument erfüllt seinen Zweck nicht." Auch Christoph Kaserer äußert sich im Ökonomenblog skeptisch. Schließlich zerreisst selbst die Inkarnation des Mainstreams, Hans-Werner Sinn, den eine Dreiviertelbillionen Euro umfassenden sogenannte Rettungspaket. Ein Lichtblick ist dagegen einmal mehr Gérard Bökenkamp, der aufzeigt warum die beste europäische Währung der Goldstandard war. |




