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Was Sie über Inflation wissen sollten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 18. November 2009

Inflation ist ein Anstieg der Geldmenge in einer Volkswirtschaft. Inflation ist nicht der dauerhafte Anstieg von Preisen auf breiter Front, wie uns heute vielfach weiß gemacht wird. Ein allgemeiner Anstieg der Konsumentenpreise ist lediglich ein Symptom - infolge einer Ausweitung der Geldmenge. Die Ursache für Inflation ist – allein – die  Ausweitung der Geld- und Kreditmenge. Mit den Worten von Milton Friedman (Wirtschaftsnobelpreisträger 1976): Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen.

Die Ausdehnung und Verringerung der Geldmenge obliegt ausschließlich den Zentralbanken, die über das Monopol der Geldproduktion verfügen. Die Geschäftsbanken fungieren im staatlichen Geldsystem (weltweit) als ihr Transmissionsriemen. Allein die US-Zentralbank Fed hat zwischen Septemer 2008 und September 2009 die präzedenzlose Menge von 2 Billionen US-Dollar in das Finanzsystem gepumpt. Wo bleibt die Inflation? fragt Veronique de Rugy im Magazin Reason. Derzeit macht eher das vermeintliche Gespenst Deflation die Runde. 

Standarderklärungen von Mainstream-Ökonomen besagen, dass die Banken auf dem Geld sitzen. Sie würden es erst im Fall einer Erholung der (Welt)Wirtschaft verleihen. Außerdem zahlt die Fed erstmals in ihrer Geschichte Zinsen für Einlagen der Geschäftsbanken bei der Fed. Schließlich sei es für die Fed kein Problem, das in die Märkte gepumpte Geld wieder abzusaugen.

Das wäre ein wichtige neue Fähigkeit, urteilt de Rugy, allerdings eine gefährliche, wenn diese unbewiesene Annahme falsch wäre. Tatsächlich ist der unbereinigte Konsumentenpreisindex auf 2009 hochgerechnet bereits über 4% gestiegen. Außerdem ist der Goldpreis auf ein neues Rekordhoch von 1.145 US-Dollar pro Feinunze gestiegen. Darüber hinaus weisen Marktbeobachter auf eine Blase in zehnjährigen Staatsanleihen hin. Wir werden bereits in überschaubarer Zeit erfahren wer Recht hat.

Milton Friedman kam in seinem unerreichten Standardwerk „A Monetary History of the United States, 1867-1960“ zu dem Ergebnis, dass die Geldpolitik mit zweijähriger Verzögerung Wirkung zeigt. Vor diesem Hintergrund lässt sich sein zuvor genanntes Diktum präzisieren: Inflation ist immer und überall ein monetäres und politisch verursachtes Phänomen. Die Beseitigung von Inflation erfordert zunächst alternativlos, die Ausweitung der Geld- und Kreditmenge zu stoppen.

 
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