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„Money for nothing“ and the crisis for free? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Montag, 09. November 2009

Der US-Dollar hat durch die Niedrigstzinspolitik der US-Zentralbank Fed in Verbindung mit einer Politik überfließender Liquidität („Money for nothing“) die Rolle als globale Basiswährung im sogenannten „Currency Carry Trade“ übernommen. Investoren, darunter zunehmend auch private Anleger, nehmen Kapital zu geringen Kosten in US-Dollar auf und investieren in Währungen mit höheren Zinsen wie dem brasilianischen Real, alternativ auch in Vermögenswerte mit steigenden Notierungen. Die Differenz aus Haben- und Sollzins sowie der Ertrag aus der Wechselkursentwicklung bestimmt die Höhe der Gewinne (und Verluste).

Eine krisenhafte Entwicklung entsteht dann, wenn sich die Wechselkurse und die Verhältnisse der Zinsen plötzlich ändern. Einige Marktbeobachter, darunter der bekannte US-Ökonom Nouriel Roubini, diagnostizieren die Entstehung einer gigantischen Spekulationsblase, deren Platzen nur eine Frage der Zeit sei. Die hohe Liquidität sucht Anlagemöglichkeiten und sorgt derzeit  für eine wachsende Schere zwischen sinkendem US-Dollar einerseits und steigenden Währungen oder anderen Anlagen andererseits.

Currency Carry Trades werden allerdings häufig blitzartig aufgelöst, etwa wenn es aufgrund von Unsicherheit zu einer Flucht in sichere Anlagen kommt. Dann können die eingegangenen Schuldverpflichtungen schnell den Wert der erworbenen Vermögenswerte übersteigen. Den zweiten Teil der (weltweiten) Inflationskrise gibt es folglich gratis, aber nicht umsonst.

 
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