| Außer Schulden nichts gewesen: US-Konjunkturmaßnahmen gehen ins Leere |
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| Geschrieben von: mvp |
| Sonntag, 18. September 2011 |
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John B. Taylor erörtert im Gespräch mit Russ Roberts auf Econtalk die keynesianische US-Wirtschaftspolitik. Das Ergebnis nach zwei Jahren staatlicher Stimulanz lautet: Monetäre und fiskalische Konjunkturpolitik greifen nicht. Das wirtschaftliche Wachstum ist in den USA eine einzige Enttäuschung, die Arbeitslosigkeit verharrt auf hohem Niveau, es bleibt ein gigantischer Schuldenberg. Woran liegt das?
Grundsätzlich greifen Konjunkturmaßnahmen nicht, weil sie zum falschen Zeitpunkt kommen und allenfalls später getätigten Konsum vorziehen. Nach dem Strohfeuer kommt die (überteuerte) Rechnung, zumal es schwer ist, die Staatsausgaben wieder auf das Niveau vor den Konjunkturmaßnahmen zu senken. Niemand will den Gürtel wieder etwas enger schnallen. John B. Taylor hat im aktuellen Fall den Weg des Geldes verfolgt, mit dem Ergebnis, dass das Geld vom Staat bzw. den Bundesstaaten nicht ausgegeben wurde. Teilweise wurden die Infrastrukturausgaben sogar reduziert, zugunsten von Medicare-Ausgaben. Insgesamt wurde aber vor allem gespart. Deshalb bringt auch jeder noch größere „Stimulus“ nichts. Genauso verhält es sich bei den Zentralbank-Aktivitäten. Es ist enorm viel Geld da, das aber aufgrund der schwachen Wirtschaftslage nicht benötigt wird. Abhilfe kann für Taylor nur in einer soliden Fiskalpolitik und einem deutlich reduzierten Haushaltsdefizit bestehen. Erst dann kann sich das ersehnte Wachstum wieder einstellen. Dazu bedarf es eines mittel- bis langfristig glaubwürdigen Ausgabensenkungsplans von rund 6 Billionen US-Dollar, davon 2,5 Billionen kurzfristig. Schließlich berge der Fall Griechenland eine Lektion für die USA: Die Bevölkerung ist gegen eine Sanierung in Krisenzeiten – daher muss, bevor es sehr schnell geht mit der mangelnden Kreditwürdigkeit, jetzt eine Trendwende her. Konjunkturprogramme hätten auch in der Vergangenheit nie funktioniert. |




