|
Wir wollen ein künftiges Europa doch nicht etwa als einen zentralistischen Staat aufbauen, sondern wir wollen … ein föderatives, möglichst reich gegliedertes Europa, in dem die einzelnen Länder und, wenn sie wollen, die Stämme, ich brauche ja nur mein eigenes Vaterland anzusehen – noch hinreichend Gelegenheit haben, ein ihren Vorstellungen entsprechendes Eigenleben zu führen, ohne dass damit die Geschlossenheit und Einheitlichkeit des Gemeinsamen Marktes oder auch der politischen Kraft Schaden leiden müsste.
Ludwig Erhard: Planification – kein Modell für Europa, Rede vor dem Europäischen Parlament in Strassburg, 20. November 1962. |
|
Liberale Ordnung auf der einen Seite und eine starke Bürgergesellschaft mit einer starken Marktwirtschaft auf der andren Seite sind für mich nach wie vor die Ziele des Liberalismus. Ich kann in dieser Hinsicht keine besondere Krise erkennen. Allerdings kann, ja muss man von einer Krise der Parteien sprechen, die sich als liberal bezeichnen, und in diesem Sinn handelt es sich in der Tat um eine Krise des politischen Liberalismus. Aber das beschäftigt mich nicht besonders; ich glaube, dass wir uns mehr Sorgen um das Schicksal der Freiheit als um das Schicksal der liberalen Parteien machen sollte.
Ralf Dahrendorf: Die Krisen der Demokrtie. Ein Gespräch, München 2002, 14. |
|
Die Geschichte staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Trug und Lug. In dieser Hinsicht haben sich Regierungen als weit unmoralischer erwiesen, als es je eine privatrechtliche Körperschaft hätte sein können, die im Wettbewerb mit anderen eigene Arten von Geld auf den Markt bringt.
Friedrich August von Hayek: Die verhängnisvolle Anmaßung. Die Irrtümer des Sozialismus, Tübingen 1996, 112. |
|
Freitag, 30. Dezember 2011 |
|
So gesehen läßt sich daher die ganze Lehre von der Wirtschaft auf eine einzige Lektion und diese Lektion auf einen einzigen Satz reduzieren. Die Kunst des Wirtschaftens besteht darin, nicht nur die unmittelbaren, sondern auch die langfristigen Auswirkungen jeder Maßnahme zu sehen; sie besteht ferner darin, die Folgen jedes Vorgehens nicht nur für eine, sondern für alle Gruppen zu bedenken.
Henry Hazlitt: Econmics! Über Wirtschaft und Misswirtschaft, Neuauflage München 2009, 27. |
|
|
|
|