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Diesem Unglück fällt das Volk anheim, wenn die Männer seines Vertrauens es zu korrumpieren suchen, um ihre eigene Korruption zu verbergen. Sie sprechen ihm nur von seiner Größe, damit es ihren Ehrgeiz nicht sieht. Sie reizen unaufhörlich seine Habgier, damit es ihre eigene Habgier nicht wahrnimmt. Charles de Montesquieu, Vom Geist der Gesetze, 181. |
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Der Staat muss sich damit begnügen, die Gesellschaft gegen Angriffe zu schützen und gelegentlichen Notständen und unvermeidlichen Katastrophen autoritativ zu begegnen. Wenn er es darüber hinaus unternimmt, als Verwalter von Unternehmungen, als Planer der Gesellschaftsordnung und als Leiter des täglichen Lebens und der Arbeit der Menschheit aufzutreten, dann unternimmt er etwas, was nur ein Gott recht zu tun vermag. Walter Lippmann, Die Gesellschaft freier Menschen, 382f. |
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Was zu allen Zeiten das Herz mancher Menschen so stark für die Freiheit eingenommen hat, sind ihre eigenen Reize, ihr eigenen Zauber, ohne Rücksicht auf ihre Wohltaten; es ist die Lust, unter dem alleinigen Regiment Gottes und der Gesetze sprechen, handeln und frei atmen zu können. Wer in der Freiheit etwas anderes als sie selber sucht, ist zur Knechtschaft geboren. Alexis de Tocquevielle, Der Staat und die Revolution, 147. |
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Bezüglich der Regierung meint Mariana, dass "es großer Unsinn ist, wenn der Blinde den führen will, der sieht", hinzufügend, dass die Regierungen "weder die Personen noch die Tatsachen kennen, zumindest nicht in all ihren besonderen Umständen, von denen der Erfolg abhängt. Zwangsläufig begeht man viele und schwerwiegende Fehler und verärgert deshalb die Leute, die eine solch blinde Regierung verachten."
Juan de Mariana: Discurso sobre las enfermedades del la campania, [1625] Madrid 1768, zitiert nach Huerta de Soto, Österreichische Schule, 48. |
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Der Staat ist die grosse Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben. Claude Frédéric Batiat, Der Staat - die grosse Fiktion, 64. |
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Der von reinwirtschaftlichen Beziehungen an Freiheit gewöhnte Mensch will auch im übrigen Leben Freiheit. Daher geht Hand in Hand mit der Entwicklung des Kapitalismus das Bestreben, im Staate alle Willkür und alle persönliche Abhängigkeit auszuschalten. Objektive Rechte der Staatsbürger auch im öffentlichen Recht zu erlangen, das freie Ermessen der Behörden möglichst einzuschränken, ist das Ziel der bürgerlichen Freiheitsbewegung. Sie fordert Recht, nicht Gnade. Und sie erkennt bald, daß es zur Verwirklichung dieser Forderung kein anderes Mittel gibt als stärkste Zurückdrängung der Gewalt des Staates über den Einzelnen, daß die Freiheit in der Freiheit vom Staate besteht. Denn der Staat, dieser von einer Personenmehrheit – der Regierung – gehandhabte gesellschaftliche Zwangsapparat, ist nur soweit für die Freiheit ungefährlich, als er in seinem Handeln an eindeutige, allgemein verbindliche Normen gebunden werden kann... Ludwig von Mises, Gemeinwirtschaft, 171f.
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Nun steht es aber erstaunlicherweise so, dass dieselbe Wirtschaftsform, die die höchsten überwirtschaftlichen Werte sichert, von allen uns bekannten Wirtschaftsformen auch noch die wirtschaftlich weitaus produktivste ist. Denn alle anderen Wirtschaftsordnungen sind darauf angewiesen, einen aufreibenden und nie endenden Kampf gegen den menschlichen Egoismus zu führen, und dieselbe Wirtschaftsform vereinigt also in sich Gerechtigkeit und Freiheit einerseits und höchste wirtschaftliche Ergiebigkeit anderseits. Das ist ein ganz unverdientes Glück, dessen sich freilich die Menschheit erst noch würdig erweisen müsste. Alexander Rüstow, Versagen des Wirtschaftsliberalismus, 153. |
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"Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut..." Perikles, Rede auf die Gefallenen. |
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Diese "neo-liberale" Lehre, die in Deutschland ihre entscheidende Formung Walter Eucken verdankt, ist an den bitteren Lehren der kollektivistischen Wirtschaft gewachsen, wie sie das Dritte Reich zum ersten Male in einem hochentwickelten Industriestaate organisiert hatte. Sie ist ein Beleg dafür, wie aufrechte, scharfsinnige, der Freiheit und dem Recht ergebene Männer in Deutschland auf die Vergewaltigung des Menschen durch den Kollektivismus und Totalitarismus geantwortet haben. Sie haben sich ein Recht darauf erworben, die Welt darüber aufzuklären, was der Kollektivismus wirtschaftlich, politisch und moralisch bedeutet, wie unzertrennlich Freiheit und Rechtsstaat von der Freiheit der wirtschaftlichen Ordnung sind und warum keine Anstrengung gescheut werden darf, eine solche Freiheit in unserer Zeit wieder möglich zu machen. Wilhelm Röpke, Gegen die Brandung, 377 |
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Es scheint mir, dass die Theorie auf meiner Seite ist. Denn jede Frage, die ich zur Erwägung stelle, ob sie religiös ist, philosophisch, politisch, ökonomisch; ob es sich um den Wohlstand handelt, um Moral, um Gleichheit, um Fortschritt, um Verantwortung, um Solidarität, um Eigentum, um Arbeit, um Handel, um Kapital, um Löhne, um Steuern, um Bevölkerung, um Kredit, um Regierung; an welchem Punkt am wissenschaftlichen Horizont ich auch den Ausgangspunkt meiner Untersuchungen lege, immer ende ich unverändert dabei: die Lösung des sozialen Problems liegt in der Freiheit.
Frédéric Bastiat: Das Gesetz (La Loi, 1848), ziziert nach M. und C.Diem (Hg.): Bastiat-Brevier, S. 58. |
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Die Gesellschaft schafft den Staat als ein Werkzeug, um besser zu leben. Darauf stellt der Staat sich über sie, und die Gesellschaft muß beginnen, für den Staat zu leben. José Ortega y Gasset |
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Was uns heute, statt der bereits überholten Pseudoideale von Planwirtschaft und Vollsozialisierung, als wirklich gefährliche und bekämpfenswerte Gegenposition gegenübersteht, das ist das Programm des totalen Wohlfahrtsstaates. Wohlfahrt ist an sich etwas sehr schönes, ein selbstverständliches soziales Ideal, gegen das niemand etwas einwenden wird. Die Frage ist nur, ob und inwieweit die Sorge für die Wohlfahrt jedes Einzelnen zur Sache des Staates gemacht werden kann, soll und darf. Und wenn wir das Programm des totalen Wohlfahrtsstaates bekämpfen zu müssen glauben, so ausschließlich deshalb, weil es den Staat zum alleinigen Träger und Garanten der Wohlfahrt Aller macht, weil es dem Staat sozusagen das Wohlfahrtsmonopol verleiht: Alle Wohlfahrt durch den Staat! Alexander Rüstow, Wohlfahrtsstaat oder Selbstverantwortung?, 2.
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