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Samstag, 06. August 2005 |
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„Aus der Tatsache, daß die Menschen sehr verschieden sind, folgt daß gleiche Behandlung zu einer Ungleichheit in ihren tatsächlichen Positionen führen muß und daß der einzige Weg, sie in gleiche Positionen zu bringe wäre, sie ungleich zu behandeln. Gleichheit vor dem Gesetz und materielle Gleichheit sind daher nicht zwei verschiedene Dinge, sondern sie schließen einander aus; und wir können nur entweder die eine oder die andere erreichen, aber nicht beide zugleich. Die Gleichheit vor dem Gesetz, die die Freiheit fordert, führt zu materieller Ungleichheit. Wir werden hier die Ansicht vertreten, daß der Staat zwar, wo er aus anderen Gründen Zwang gebrauchen muß, alle Menschen gleich behandeln soll, daß aber der Wunsch, die Menschen in ihren Lebensbedingungen gleich zu machen, in einer freien Gesellschaft als Rechtfertigung für weitergehenden und diskriminierenden Zwang nicht anerkannt werden kann.“
Friedrich August von Hayek , Die Verfassung der Freiheit.
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