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Samstag, 06. August 2005
„Der staatliche Eingriff kommt oft als Vorteil, Wohltat oder Ordnung daher und jeder freut sich. Doch der Dolch im Gewande heißt Entmündigung und Gängelung. Das Selbstvertrauen stirbt, das Opferbewusstsein wächst, das Warten auf den großen Beweger. Und irgendwann weigern wir uns, unser Leben selbst zu führen. So gewöhnen wir uns daran, die Preisgabe unserer Selbstbestimmung als Beitrag für das Gemeinwohl  zu verstehen. Selbstwirksamkeit gedeiht nicht, wo der Staat wirkt.“
Reinhard K. Sprenger: Dressierte Bürger, 146.

„Unsere Zeit ist so schnelllebig geworden, dass wir kaum mehr die innere Geduld finden, sich ein Ereignis organisch vollenden zu lassen. Kaum bedrückt uns eine Sorge, dann sind auch schon alle geneigt, besonders staatliche Maßnahmen zu fordern. Ich dagegen bin der Auffassung, dass es in einer wirklich freien Marktwirtschaft nicht bei jeder vorkommenden Gelegenheit sofort staatlicher Eingriffe bedarf. Ich bin in der geradezu komischen Situation, dass ich mich als Wirtschaftsminister dagegen verwahren muss, dirigistisch einzugreifen, selbst wenn die meisten Leute in der Wirtschaft solche Maßnahmen verlangen, und ich meine vornehmste Aufgabe darin erblicke, den Ast abzusägen, auf dem ich sitze!"
Ludwig Erhard, Rede vor dem Schweizerischen Institut für Auslandsforschung, 6. Februar 1952.
 
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