| Europa |
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| Samstag, 06. August 2005 | |||
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„Wenn aber die Länder des Gemeinsamen Marktes sich nicht auf jenes Höchstmaß der monetären Disziplin einigen können, das wir voraussetzen und wünschen müssen, wenn sie dem Gesetz des geringsten Widerstandes folgen, wenn sie der Ansteckung erliegen, dann besteht die immense Gefahr, dass Gesamteuropa zu einem weltwirtschaftlichen Krankheitsherd wird, Gesamteuropa und nicht nur einzelne Länder, die es bereits jetzt sind.“ Wilhelm Röpke, Wort und Wirkung, 133. ![]() „Was mich am meisten beunruhigt, ist das mythologische Element der EWG-Begeisterung und der offenen Unfähigkeit der meisten, das Pro und Kontra auch nur nüchtern zu diskutieren. Das Überwiegen dieses mythologischen Elements ist deshalb so offenbar, weil es in meiner langen nationalökonomischen Erfahrung selten eine Veranstaltung gegeben hat, die so sehr die Merkmale des Absurden an der Stirn trägt.“ Wilhelm Röpke zitiert nach Gerd Habermann, Brevier, 181. „Es bleibt der Hang, vor jedem auftauchenden Problem in die behördliche Regelung zu flüchten – in Europa in der besonders absurden Form, für ein auf nationaler Stufe für sich als unlösbar erweisendes Problem die Lösung auf internationaler Stufe von supranationalen Behörden zu erwarten – und hinter der Fassade der Marktwirtschaft die Entwicklung zur bürokratischen Erstarrung und zur Allmacht des Staates bewusst oder unbewusst weiter voranzutreiben.“ Wilhelm Röpke, Jenseits von Angebot und Nachfrage, 51. „So weit alle Bemühungen, zur Integration Europas zu gelangen, überhaupt auf einen Nenner gebracht werden können, so auf den: Verwirklichung der Freiheit in allen Lebensbereichen“ Ludwig Erhard, Wohltand für alle, 305. „Es wäre allerdings eine falsche und gefährliche Konsequenz, aus dieser Aussage schließen zu wollen, dass zwischen den Völkern untereinander eine so genannte Harmonisierung der Kosten und Lasten Platz greifen müsste, um zwischenstaatlichem Wettbewerb Raum geben zu können. Jeder Versuch einer Gleichmacherei auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet müsste nur ein neues Störungselement in die Wirtschaft tragen, denn man kann den Zusammenhang von Ursache und Wirkung nicht in das Gegenteil verkehren wollen.“ Ludwig Erhard, Dreißig Jahre Konjunkturpolitik 1929-1959, in: Via Aperta Nr. 12 Dez./ Jan. 1959/60. „Unter dem Stichwort ‚Harmonisierung’ ging das Ansinne sogar so weit, dass am Ende der Übergangsperiode die Lohnniveaus der einzelnen Mitgliedsstaaten angeglichen und ihre Gesamt-Arbeitskosten ‚äquivalent’ sein müssten. Man könnte über dies Forderung hinweggehen, weil sie volkswirtschaftlich einfach nicht realisierbar ist, denn von Sizilien bis zum Ruhrgebiet kann es keine gleiche Produktivität und mithin auch keine gleichen Arbeitskosten geben.“ Ludwig Erhard, Wohltand für alle, 287.
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