| Sehnsucht nach Freiheit lehren (U. Ackermann) |
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| Sonntag, 16. Dezember 2007 |
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Gleichheit und soziale Gerechtigkeit überragen heute alle anderen Werte. Zumindest gilt dies für die politisch korrekte Agenda, die in öffentlichen Debatten wieder und wieder propagiert wird. In einer sozial-demokratischen Gesellschaft erscheinen Streben nach Freiheit, Individualität und die Suche nach dem persönlichen Glück als randständig, ökonomistisch, unsozial. Umso erfreulicher ist es, dass eine Streitschrift sich für den in Vergangenheit bedeutendsten Wert der westlichen Welt stark macht: die Freiheit. Internationale Autoren verteidigen Freiheit als alternativlosen Grundwert des Zusammenlebens in Zeiten politischer Desorientierung, darunter Ralf Dahrendorf, Wolfgang Sofsky, Ramin Jahanbegloo und Dirk Maxeiner/ Michael Miersch. Die 16 lesenswerten Essays betrachten das Spannungsfeld aus politischer und individueller Freiheit sowie die Selbstbestimmung des Individuums angesichts vielfältiger Übergriffe und Domestizierungsversuche aus ideengeschichtlichen, literarischen, soziologischen und vielen anderen Blickwinkeln. Deutlich wird so, dass Freiheit eine große Errungenschaft und ein Lebenselixier ist. Freiheit ist die Voraussetzung für Verschiedenheit, für Buntheit und zudem unerlässlich, um in Ruhe gelassen zu werden. Freiheit muss immer wieder erkämpft werden. Die Alternative einer freien Gesellschaft ist im Stasi-Museum in Berlin zu besichtigen. |






