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Einführungen in die Wirtschaft PDF Drucken E-Mail
Wie funktioniert "die" Wirtschaft? Hier wird ein kleines Regal in unserer Bibliothek gefüllt mit Einführungen in die Wirtschaft sowie verbreitete Irrtümer und ihre Richtigstellung.
 
 

Wilhelm Röpke: Die Lehre von der Wirtschaft, 13. Aufl. Bern u. a. 1994, antiquarisch erhältlich.
Der zeitlose Klassiker (Erstauflage 1937!) vermittelt jenseits von mathematischem und graphischem Schnickschnack ein Grundverständnis für die Funktionsweise der Wirtschaft. Allgemein verständlich geschrieben und damit für Einsteiger besonders geeignet, gerät durch den ganzheitlichen Blick doch nie die Komplexität der Zusammenhänge aus dem Blick. Nach der Lektüre dieser Einführung begreift man die Verflechtung von Wirtschaft und Gesellschaft und, dass Wirtschaftspolitik der Schaffung einer menschenwürdigen Ordnung dienen muss. 


Henry Hazlitt: Economics in one lesson. The shortest and surest way to understand basic economics,  Three Rivers Press, New York 1979 (Erstauflage 1946), 218 S., 8,95 EUR.
Die Kunst der Wirtschaftspolitik, insbesondere guter Wirtschaftspolitik, besteht darin, nicht nur die aktuellen, sondern vielmehr die langfristigen Wirkungen der Politik zu betrachten; zugleich gilt es die Folgen der Politik nicht nur für eine Gruppe, sondern für alle Gruppen zu verfolgen. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt von „Economics in one lesson“, das aus der Feder des glänzenden Publizisten Henry Hazlitt stammt. In 25 kurzen Kapiteln wird die Lektion vermittelt, von Steuern über den Fetisch Vollbeschäftigung bis zu Preisen, Mindestlöhnen und Inflation. Friedrich August von Hayek bezeichnete das Buch als „brilliant“; er kenne kein Buch, von dem man so viel über die Grundsätze der Ökonomie in so kurzer Zeit lernen könne. Bezeichnender Weise ist die deutsche Übersetzung vergriffen.
Als deutsche Neuauflage unter dem Titel "Ecoconomics! Über Wirtschaft und MIsswirtschaft" wieder erhältlich!


Ludwig von Mises: Der Wert der besseren Ideen. Sechs Vorlesungen über Wirtschaft und Politik, (Olzog Verlag) München 2008, 144 S., 19,90 EUR.
1959 hielt Ludwig von Mises eine Reihe von Vorlesungen vor hunderten Menschen im Auditorium Maximum der Universität von Buenos Aires, Argentinien. Sieben Jahre nach dem Ende der Ära Perón war das Land reif für neue Ideen. Die Zuhörer wussten kaum etwas über individuelle Freiheit und freie Marktwirtschaft. Glücklicher Weise sind von den meisterhaften Vorlesungen über Kapitalismus, Sozialismus, Interventionismus, Inflation, Auslandsinvestitionen sowie Politik und Ideen wortgetreue Mitschriften angefertigt worden. Mises hatte sich lediglich einige Stichworte notiert. Die Vorlesungen sind inhaltlich und stilistisch brilliant. Für Einsteiger und Fortgeschrittene ist die Wiederauflage der seit Jahren vergriffenen deutschen Ausgabe durch den Olzog Verlag ein Glücksfall. Hier erfahren Sie allgemein verständlich die zeitlose Wahrheit über die Funktionsweise einer freien Wirtschaft und ihre Gegner.


Fritz Machlup: Führer durch die Krisenpolitik, (The International Library of Austrian Economics, hg. v. Kurt R. Leube, Bd. 4 - Friedrich A. von Hayek Institut/ IIAE), Frankfurt am Main 2000, 296 S., 30,00 EUR.
„Angesichts des Versagens herkömmlicher Wohlfahrtspolitik mit wachsenden Massen enttäuschter und geprellter Bürger ist die Auseinandersetzung mit den drängenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen ein Gebot der Stunde.“ heißt es auf dem Buchrücken. Diese Auseinandersetzung bietet Fritz Machlup (1902-1983) mit seiner allgemein verständlichen Darstellung der grundlegenden wirtschaftspolitischen Zusammenhänge. Dabei leitet ihn die Erkenntnis: Wirtschaftspolitik ist – überwiegend – Krisen verursachende Politik. Dies wird auch durch die Spannweite der Themen sichtbar, die von der Ankurbelung durch Kreditausweitung über Verkürzung der Arbeitszeit bis zur Einschränkung der Konkurrenz reicht und bezeichnender Weise im Kapitel Planwirtschaft mündet. Der Nachdruck des bereits 1934 erschienen, über weite Strecken sehr aktuellen Buches, erfüllt Machlups Ziel, weitere Leser schwindelfrei zu machen, d.h. frei vom vorherrschenden wirtschaftspolitischem Schwindel. Das Buch macht sich, ungeachtet seines schnarchigen Einbandes, stets griffbereit gut in jedem Haushalt.


Faustino Ballvé: Essentials of Economics. A Brief Survey of Principles and Policies, 109 S., 2. engl. Aufl. 1995 (mexikanische Erstauflage 1956), 4,95 EUR (bei FEE).
„Economics is not about anything that could be expressed in mathematical terms; its domain is rather that of imagination and invention, of adventure into the unknown, of a hazardous enterprise that is not or the cowardly.“ schreibt Faustino Ballvé (1887–1959) in seiner gleichermaßen knappen wie konzisen Einführung in die Volkswirtschaftslehre. In nur acht Kapiteln gelingt es dem gebürtigen Spanier die Grundprinzipien von Markt und Unternehmer, Kapital und Arbeit, Geld und Kredit aufzuzeigen. Zudem behandelt er Monopole, Krisen und Arbeitslosigkeit, den internationalen Handel sowie im achten Kapitel, das auch im Internet verfügbar ist, Nationalismus und Sozialismus. Als Rahmen dienen die beiden Kapitel „What Economics is about“, ein Abriss des ökonomischen Denkens seit der griechischen Antike, und „What Economics is not about“,  das sich wie eine erstaunlich aktuelle Kritik des Mainstreams und der vorherrschenden Wirtschaftspolitik liest.
Wer klare Gedankenführung und prägnante Formulierungen schätzt, ist mit diesem Klassiker gut beraten, zumal Ballvé en passant zeitlose Trugschlüsse, Konfusionen und Fehleinschätzungen aufdeckt.


CoverRussell Roberts: The Price of Everything. A Parable of Possibility and Prosperity, (Princeton University Press), Princeton 2008, 205 S., 24,95 USD.
Die möglicher Weise derzeit beste Einführung in die Marktwirtschaft ist kein Lehrbuch, sondern ein Roman von Russell Roberts. Insbesondere das vierte Kapitel „Inconceivable“ zählt zu den herausragenden Texten über die Entstehung und Funktionsweise einer freien Marktwirtschaft. Es beruht auf Hayeks „Use of Knowledge in Society“. Hier wird die tief schürfende Erkenntnis – die natürliche Ordnung der Marktwirtschaft ist zwar Ergebnis menschlichen Handelns, aber nicht menschlicher Intention – mit alltäglichen Beobachtungen illustriert, z.B. dem Verhalten eines Schwarms von Möwen beim Angriff eines Raubvogels. Im Mittelpunkt stehen Preise als Signalgeber und Wissensmittler. Sie werden von niemandem bestimmt, sichern unsere Versorgung und erzeugen als friedliches Koordinationsinstrument eine geradezu wunderbare Ordnung.
Diese Lektion steht im Mittelpunkt der Ereignisse um den Profi-Tennisspieler und Stanford Studenten Ramon Fernandez und seine Freundin Amy, die bei der Professorin Ruth Lieber ein Seminar über Marktwirtschaft belegt hat. Eine heftige öffentliche Auseinandersetzung entbrennt als eine große Handelskette, die ein wichtiger Sponsor der Stanford Universität ist, nach einem Erdbeben ihre Preise drastisch erhöht. Ist dies gerecht und für die Bevölkerung vorteilhaft?


Peter D. Schiff and Andrew J. Schiff: How an Economy Grows and Why it Crashes, John Wiley & Sons, Hoboken 2010, 233 S., 14,39 Euro.
Das von seiner Aufmachung her ungewöhnliche Buch ist eine exzellente Einführung in die Ökonomie und zugleich eine allgemein verständliche Erklärung der Weltwirtschaftskrise.
Die der Titel treffend verspricht werden Entstehung und Wachstum einer Wirtschaft sowie ihr Niedergang erläutert. Im Mittelpunkt steht eine Fabel, die das berühmte Robinson-Beispiel zum Ausgangspunkt einer immer arbeitsteiligeren Insel-Gesellschaft nimmt. Als Zahlungsmittel dient ein Gut mit intrinsischem Wert: Fisch. Auf bestechend klare Weise erläutern die Brüder Schiff wie natürliches Wirtschaften funktioniert, darunter Sparen und Investieren, Kredite und Konsum, Arbeitsteilung und Außenhandel. Einfach nachzuvollziehen ist zudem, wie Regierungen die natürliche Ordnung zerstören können, nachdem sie sich mehr Aufgaben angemaßt haben als erforderlich und insbesondere das Geld zerstören.

 
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