| Einführungen in die Wirtschaft |
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Wie funktioniert "die" Wirtschaft? Hier wird ein kleines Regal in unserer Bibliothek gefüllt mit Einführungen in die Wirtschaft sowie verbreitete Irrtümer und ihre Richtigstellung. Wilhelm Röpke: Die Lehre von der Wirtschaft, 13. Aufl. Bern u. a. 1994, antiquarisch erhältlich.
Fritz Machlup: Führer durch die Krisenpolitik, (The International Library of Austrian Economics, hg. v. Kurt R. Leube, Bd. 4 - Friedrich A. von Hayek Institut/ IIAE), Frankfurt am Main 2000, 296 S., 30,00 EUR.„Angesichts des Versagens herkömmlicher Wohlfahrtspolitik mit wachsenden Massen enttäuschter und geprellter Bürger ist die Auseinandersetzung mit den drängenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen ein Gebot der Stunde.“ heißt es auf dem Buchrücken. Diese Auseinandersetzung bietet Fritz Machlup (1902-1983) mit seiner allgemein verständlichen Darstellung der grundlegenden wirtschaftspolitischen Zusammenhänge. Dabei leitet ihn die Erkenntnis: Wirtschaftspolitik ist – überwiegend – Krisen verursachende Politik. Dies wird auch durch die Spannweite der Themen sichtbar, die von der Ankurbelung durch Kreditausweitung über Verkürzung der Arbeitszeit bis zur Einschränkung der Konkurrenz reicht und bezeichnender Weise im Kapitel Planwirtschaft mündet. Der Nachdruck des bereits 1934 erschienen, über weite Strecken sehr aktuellen Buches, erfüllt Machlups Ziel, weitere Leser schwindelfrei zu machen, d.h. frei vom vorherrschenden wirtschaftspolitischem Schwindel. Das Buch macht sich, ungeachtet seines schnarchigen Einbandes, stets griffbereit gut in jedem Haushalt. Faustino Ballvé: Essentials of Economics. A Brief Survey of Principles and Policies, 109 S., 2. engl. Aufl. 1995 (mexikanische Erstauflage 1956), 4,95 EUR (bei FEE). „Economics is not about anything that could be expressed in mathematical terms; its domain is rather that of imagination and invention, of adventure into the unknown, of a hazardous enterprise that is not or the cowardly.“ schreibt Faustino Ballvé (1887–1959) in seiner gleichermaßen knappen wie konzisen Einführung in die Volkswirtschaftslehre. In nur acht Kapiteln gelingt es dem gebürtigen Spanier die Grundprinzipien von Markt und Unternehmer, Kapital und Arbeit, Geld und Kredit aufzuzeigen. Zudem behandelt er Monopole, Krisen und Arbeitslosigkeit, den internationalen Handel sowie im achten Kapitel, das auch im Internet verfügbar ist, Nationalismus und Sozialismus. Als Rahmen dienen die beiden Kapitel „What Economics is about“, ein Abriss des ökonomischen Denkens seit der griechischen Antike, und „What Economics is not about“, das sich wie eine erstaunlich aktuelle Kritik des Mainstreams und der vorherrschenden Wirtschaftspolitik liest. Wer klare Gedankenführung und prägnante Formulierungen schätzt, ist mit diesem Klassiker gut beraten, zumal Ballvé en passant zeitlose Trugschlüsse, Konfusionen und Fehleinschätzungen aufdeckt. Russell Roberts: The Price of Everything. A Parable of Possibility and Prosperity, (Princeton University Press), Princeton 2008, 205 S., 24,95 USD.Die möglicher Weise derzeit beste Einführung in die Marktwirtschaft ist kein Lehrbuch, sondern ein Roman von Russell Roberts. Insbesondere das vierte Kapitel „Inconceivable“ zählt zu den herausragenden Texten über die Entstehung und Funktionsweise einer freien Marktwirtschaft. Es beruht auf Hayeks „Use of Knowledge in Society“. Hier wird die tief schürfende Erkenntnis – die natürliche Ordnung der Marktwirtschaft ist zwar Ergebnis menschlichen Handelns, aber nicht menschlicher Intention – mit alltäglichen Beobachtungen illustriert, z.B. dem Verhalten eines Schwarms von Möwen beim Angriff eines Raubvogels. Im Mittelpunkt stehen Preise als Signalgeber und Wissensmittler. Sie werden von niemandem bestimmt, sichern unsere Versorgung und erzeugen als friedliches Koordinationsinstrument eine geradezu wunderbare Ordnung. Diese Lektion steht im Mittelpunkt der Ereignisse um den Profi-Tennisspieler und Stanford Studenten Ramon Fernandez und seine Freundin Amy, die bei der Professorin Ruth Lieber ein Seminar über Marktwirtschaft belegt hat. Eine heftige öffentliche Auseinandersetzung entbrennt als eine große Handelskette, die ein wichtiger Sponsor der Stanford Universität ist, nach einem Erdbeben ihre Preise drastisch erhöht. Ist dies gerecht und für die Bevölkerung vorteilhaft?
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