| Einige moderne Klassiker |
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Jörg Guido Hülsmann: Die Ethik de Geldproduktion, Manusriptum Verlagsbuchhandlung, Waltrop und Leipzig 2007, 293 S., 24,80 EUR. „Wir müssen die gesetzlichen Privilegien der Zentralbanken und der Währungsbehörden abschaffen.“ schreibt der in Frankreich lehrende Hoffnungsträger der Österreichischen Schule. Aus ökonomischen, rechtlichen, moralischen und spirituellen Gründen lässt sich für Guido Hülsmann kein staatliches Währungsmonopol rechtfertigen. Grund der staatlichen Einmischung in Währung, die zumeist unhinterfragt akzeptiert wird, ist die Erhöhung der Einnahmen. Stets erweist sich der Staat als größter Profiteur, stets führt er – wie aktuell – Zwangsinflation durch und vermag keine tragfähige Begründung für sein Zwangsgeld zu geben. Die Alternative ist die natürliche, freie Geldproduktion, die nachgewiesen funktioniert. Der Staat ist dabei auf den Schutz von Eigentum(srechten) begrenzt. Die gleichermaßen verständliche wie gelehrte geldtheoretische Darstellung wird ihnen die Augen öffnen. Sie erscheint nur deshalb so radikal, weil andere staatsbeamtete Kollegen bisher kaum gegen ihren Brötchengeber argumentiert haben, trotz wachsenden Inflationsdrucks. Friedrich August von Hayek: Die Verfassung der Freiheit, 1. Aufl. Tübingen 1971 (englische Originalausgabe 1960).Der vielleicht größte Liberale des 20. Jahrhunderts skizziert mit klaren, eindrucksvollen und überprüfbaren Aussagen ein Ideal: eine Gesellschaft freier Menschen. Warum wir Freiheit brauchen und was sie bewirkt, Einrichtungen zur Sicherung der persönlichen Freiheit und die Anwendung der Prinzipien der Freiheit auf die Fragen unserer Zeit betrachtet Hayek und formuliert universell gültige Grundsätzen. Friedrich August von Hayek: Der Weg zur Knechtschaft, München 1994.Der Bestseller von 1944 (!) ist den Sozialsten aller Parteien gewidmet. Das zwangsläufige Scheitern des Sozialismus in all seinen Facetten ist eine zeitlose Mahnung. Der Marsch in diese Knechtschaft erfolgt schrittweise, wie sich heute wieder bestätigt. Eine Pflichtlektüre zum Erkennen eigener Irrtümer, die vor dem Hintergrund der großen sozialistischen Bedrohung zum Ende des Zweiten Weltkriegs geschrieben wurde. Bruce Caldwell: Hayek's Challenge. An Intellectual Biography of F. A. Hayek, Chicago 2004, Paperback 2005.Eine lehrreiche Biographie über Hayeks wissenschaftiche Reise, seine faszinierenden Wandlungen und seine große Herausforderung: Hayek lag quer zum ökonomischen und politischen Mainstream und legte die verschütteten Prinzipien einer freien Gesellschaft offen. Caldwell schildert zunächst ausführlich die Entstehung der Österreichischen Schule und analysiert anschließend Hayeks Reifung vom Geldtheoretiker zum Sozialphilosophen. Der Herausgeber der gesammelten Werke Hayeks verfügt über profunde ideengeschichtliche Kenntnisse und schreibt glänzend. Prädikat "herausragend". Ralf Dahrendorf: Gesellschaft und Demokratie in Deutschland, München 1965. Der deutsch-britische Grenzgänger gibt aus der Sicht der frühen 1960er Jahre noch heute sehr lesenswerte Antworten auf die Frage, warum das Prinzip der liberalen Demokratie oder mit anderen Worten die Verfassung der Freiheit in Deutschland so wenig Freunde gefunden hat. Johann Norberg: In Defence of Global Capitalism, Stockholm 2001.Die Globalisierung ist keine Bedrohung, sondern eine Chance. Einer der jüngsten Fürsprecher für Globalisierung Kapitalismus kommt aus Schweden und räumt mit vielen (sozialistischen) Vorurteilen auf. Das Fazit seiner frischen Kampfschrift: Liberalisieren, nicht Standardisieren. Die Folgerung lautet: Wir brauchen eine Regierung, die unsere Freiheitsrechte schützt und die Mächtigen daran hindert, einzelne zu unterdrücken. Karl R. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, 2 Bände, 7. Aufl. Tübingen 1992.Die klassische Abrechnung mit den Irrlehren von Platon bis Marx und das Plädoyer für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung. Die geistvolle Abrechnung mit dem „Historizismus“ und dem „moralischen Futurismus“ der Gutmeinenden und Gläubigen der Machbarkeit wurde auf der Grundlage einer Vernunft basierten westlich-angelsächsischen Weltsicht geschrieben und öffnet dem Leser die Augen der Gefahren autoritärer und totalitärer Gesellschaftsentwürfe. Die Einschätzung des Wohlfahrtsstaates, deren Vertreter Feinde der offenen Gesellschaft sind, kann davon nicht unberührt bleiben. Wilhelm Röpke: Jenseits von Angebot und Nachfrage, 5. Aufl. Erlenbach-Zürich, Stuttgart 1979. Eine Warnung aus ordoliberaler Überzeugung, eine über das Ökonomische hinausreichende Kritik der modernen Massengesellschaft und des Wohlfahrtsstaates, in deren Mittelpunkt der Mensch steht. Eine für wissenschaftliche Maßstäbe leidenschaftlich-vehemente Diagnose einer geistig-moralisch kompaßlos gewordenen Industrie- und Massengesellschaft, die zugleich Voraussetzungen und Grenzen der Marktwirtschaft aufzeigt. Roland Baader (Hg.): Logik der Freiheit. Ein Ludwig-von-Mises-Brevier, Thun 2000.D e r Einstieg in die Welt der Freiheit: Zentrale Passagen und Botschaften aus dem umfassenden Werk eines der ganz großen Liberalen - Ludwig von Mises. Der Inhalt reicht von der Frage was Liberalismus ist über die Grundlagen einer liberalen Ordnung bis zu den Feinden des Liberalismus. Seine Voraussagen haben sich bewahrheitet: der Sozialismus ist zusammengebrochen und die Wohlfahrtsbürokratie nimmt katastrophale Ausmaße an. Der als „Leuchtturm der Freiheit“ bezeichnete Altmeister des Liberalismus hat gleichermaßen allgemein verständliche wie logisch zwingende Einsichten formuliert ohne deren Kenntnis man nicht wirklich gelebt hat. Reinhard K. Sprenger: Der dressierte Bürger. Warum wir weniger Staat und mehr Selbstvertrauen brauchen, Frankfurt/ Main 2005.Reinhard K. Sprenger ist unserer Zeit voraus. Während Deutschland wehleidig Nabelschau betreibt und Wissenschaft und Wirtschaft immer neue altbekannte Reformvorschläge zur Stabilisierung des verkommenen bundesdeutschen Systems diskutieren, erklärt der zum Philosoph gereifte Managementberater das bundesdeutsche System für gescheitert. Er fordert eine Neuordnung der Gesellschaft. Seine konkrete Utopie lautet: Freiheit. Sein Ausgangs- und Zielpunkt ist der Mensch – selbst bestimmt, selbst verantwortlich, selbst vertrauend. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu einer Freiheitspartei und Bürgern mit Selbstvertrauen. Ein Manifest der Freiheit! Hans Herrmann-Hoppe: Demokratie. Der Gott der keiner ist, deutsche Erstausgabe Waltrop und Leipzig 2003.Der in Las Vegas lehrende Deutsche stellt die Systemfrage. Deshalb würde man den Querdenker in Deutschland aller Voraussicht nach im Zuge einer Political-correctness-Debatte verleumden, ächten und aus dem Verkehr ziehen. Die Lektüre seiner Abrechnung mit Demokratie und Wohlfahrtsstaat ist ein Gewinn: so radikal, klar und verständlich lässt sich derzeit keine systematische Kritik an überbordender Bürokratie und Behördenmacht an anderer Stelle lesen. Der Wohlfahrtsstaat wird als das enttarnt, was er ist, eine Mutation des Sozialismus. Die Alternative der natürlichen Ordnung bleibt eine anarcho-kapitalistische Utopie. Roland Baader: totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, 1.Aufl. 2002 Gräfelfing 2002.Unsere geistigen Eliten sind immer wieder von kollektivistischen Ideologien fasziniert, die Gesellschaft, Wohlstand, Freiheit und Moral zerstören. Wir werden von Kindesbeinen an mit diesen Irrlehren aufgezogen. Warum hängen viele (deutsche) Intellektuelle in Politik, Kultur und Wirtschaft, besonders in den Medien, den falschen Ideen an? Unkenntnis und Anmaßung von Wissen, Überhöhung kollektiver Größen und Angst vor der freien individuellen Entwicklung, Macht und persönliches Besserstellen statt Markt gehören zu den Ursachen. Wie gehen sie methodisch vor? Umwertung von Begriffen wie Eigentum und Wettbewerb, Kampagnen wie „Kampf gegen rechts“ und Political correctness sind Waffen, deren zerstörerische Kraft der populäre und sprachgewaltige Privatgelehrte Roland Baader aufdeckt. Nach der Lektüre werden Sie unsere Welt mit anderen Augen betrachten und in Erinnerung behalten, dass die Beste aller Welten nicht durch Vernunft entsteht, sondern als spontane Ordnung eines „Trial and error“-Prozesses. Ludwig von Mises: Die Wurzeln des Antikapitalismus, dritte Auflage Colombo 2007 (englische Originalausgabe 1956), 94 S., 14,90 EUR.Ludwig von Mises gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule. Die Klarheit seiner Gedankenführung ist vorbildlich, sein Eintreten für eine freie Gesellschaft kompromisslos. In diesem Band deckt Mises die psychologischen Ursachen des Antikapitalismus auf. Dazu zählen Privilegienstreben, enttäuschter Ehrgeiz und Ressentiments sowie Vorurteile der Intellektuellen, Angestellten und Beamten. Erhellend sind seine Untersuchungen zum Kommunismus der Filmindustrie und der Literaten, deren Anmaßung auf dem Unwissen über die Funktionsweise von Volkswirtschaften und einer Gesellschaft beruht. Schließlich räumt Mises mit nichtwirtschaftlichen Einwänden gegen eine frei Marktwirtschaft auf, insbesondere dem Materialismusvorwurf: Urteile über Kunstwerke sind stets subjektiv, die Nachahmung von Meisterwerken ist keine Kunst, sondern Routine, Massenproduktion mit königlichen Einzelstücken zu vergleichen ergibt wenig Sinn. Das kleine Bändchen ist aufklärerische Pflichtlektüre und sollte es in Schulen werden. Stefan Zweig: Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Erstauflage Stockholm 1944, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1996.
„Mir aber war persönliche Freiheit die wichtigste Sache auf Erden.“ (S. 440) schrieb der meistgelesene Autor seiner Zeit, Stefan Zweig, in seinem eindringlichen Portrait der bürgerlichen Welt. Von der Welt der Sicherheit der KuK-Monarchie über die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bis zur Zerstörung des europäischen Bürgertums durch den Zweiten Weltkrieg und die Spießerideologie der Kollektivisten reicht das Kompendium der geistigen Welt der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine glänzende Schrift über die Freiheit des Geistes, die Befreiung vom Zeitgeist durch Individualität und die zersetzende Kraft des Staates nicht zuletzt im geistig-kulturellen Bereich. |







Friedrich August von Hayek: Die Verfassung der Freiheit, 1. Aufl. Tübingen 1971 (englische Originalausgabe 1960).
Friedrich August von Hayek: Der Weg zur Knechtschaft, München 1994.
Bruce Caldwell: Hayek's Challenge. An Intellectual Biography of F. A. Hayek, Chicago 2004, Paperback 2005.
Johann Norberg: In Defence of Global Capitalism, Stockholm 2001.
Karl R. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, 2 Bände, 7. Aufl. Tübingen 1992.
Roland Baader (Hg.): Logik der Freiheit. Ein Ludwig-von-Mises-Brevier, Thun 2000.
Reinhard K. Sprenger: Der dressierte Bürger. Warum wir weniger Staat und mehr Selbstvertrauen brauchen, Frankfurt/ Main 2005.
Hans Herrmann-Hoppe: Demokratie. Der Gott der keiner ist, deutsche Erstausgabe Waltrop und Leipzig 2003.
Roland Baader: totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, 1.Aufl. 2002 Gräfelfing 2002.
Ludwig von Mises: Die Wurzeln des Antikapitalismus, dritte Auflage Colombo 2007 (englische Originalausgabe 1956), 94 S., 14,90 EUR.
Stefan Zweig: Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Erstauflage Stockholm 1944, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1996.