| Libertarianism |
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| Geschrieben von: mvp |
| Dienstag, 26. Juli 2011 |
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Der Hochschullehrer in Harvard und Senior Fellow des Cato Instituts hat sich erklärtermaßen schwer getan, seine libertäre – gemeint ist konsequent liberale – Perspektive auf Wirtschafts- und Sozialpolitik in Buchform zu bringen. Immerhin lautet seine Empfehlung regelmäßig: „small governemnt is the right approach“. Das Ergebnis seines Ringens mit dem Stoff ist ein lesenswertes Lexikon mit über 100 Artikel unterschiedlicher Länge (und Qualität). Die Rolle des Staates und Alternativen zur herrschenden Praxis werden von der Abtreibung über Bankenregulierung, Drogenprohibition, Immigration und Rente bis zu Gewerkschaften, Bildungsgutscheinen und dem Krieg gegen den Terror erörtert. Die Argumentation ist vorwiegend ökonomisch fundiert und ähnelt streckenweise Milton Friedman, den Miron als einen seiner herausragenden Inspiratoren nennt. Als libertäres Erweckungserlebnis führt der frühere Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Boston (seine) Studien zur Drogenprohibition Ende der 80er Jahre an. Das Ergebnis – Legalisierung ergibt mehr Sinn als Verbote – lasse sich auf viele Bereiche übertragen, darunter auch die Selbstverteidigung mit Waffen. Seine Argumentation resultiert aus der Erkenntnis, dass die Regierung so wohlmeinend wie auch nur möglich, regelmäßig mehr schade als Gutes tue. Private Übereinkünfte seien regelmäßig völlig ausreichend, die meisten öffentlichen Maßnahmen zeichneten sich durch negative Folgen aus. Ausnahmen von rein privaten Aktivitäten bildeten infolgedessen lediglich Landesverteidigung, Strafrecht und die Durchsetzung von Verträgen. Wer eine libertäre Argumentationshilfe sucht, der findet sie in Jeffrey A. Mirons Libertarianism. Michael von Prollius |






Jeffrey A. Miron: Libertarianism. From A to Z, Basic Books, New York 2010, 198 S., 18,99 Euro.