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Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 21. Juli 2010

Christian Zeuß: Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus. Ein Blick hinter die Kulissen, Books on Demand, o.J.. o.O., 12,90 Euro.

Es ist erfreulich wie verbreitet das Gedankengut der Österreichischen Schule inzwischen ist. Eine erfolgreiche Verbindung von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaft respektive erfolgreicher Vermögensverwaltung hat frühzeitig etwa Claus Vogt aufgezeigt. Nun legt der private Portfoliomanager Christian Zeuß eine kleine Schrift in österreichischer Tradition vor. Sie erläutert auch für absolute wirtschaftliche Laien wesentliche Parameter für Anlageentscheidungen und gibt Einblick in eine Vielzahl von Anlageklassen darunter Termingeld, Aktien, Immobilien und festverzinsliche Wertpapiere. Hinzu kommen Exkurse in Statistik, nominale und reale Wertentwicklung sowie eine Kritik der „unfähigen Politik“. Auch einige herausragende Vertreter der Österreichischen Schule und der (tabellarische) Unterschied zur aktuellen Wirtschaftspolitik werde auf wenigen Seiten skizziert.

Das Buch eignet sich für Einsteiger in die Thematik, die auch von einem hilfreichen kleinen Begriffslexikon Gebrauch machen können. Sie sollen durch die Lektüre eine „gewissen Kontrolle über die Verwaltung [Ihres] Vermögens .. erlangen“ und sich damit besser vor Fehlberatungen schützen können. Anderen wird die Lektüre „etwas oberflächlich“ erscheinen, wie Christian Zeuß im Schlusswort selbst anmerkt. Indes gewinnen Wahrheiten durchaus an Qualität durch vielschichtige Betrachtungen und akademischen Anspruch. Allerdings erfordert das klare Gedankenführung, Systematik und zuweilen einen virtuosen Gebrauch der Sprache wie uns eindrucksvoll Henry Hazlitt, aber auch die Bild-Zeitung vor Augen führen.

Michael von Prollius

 
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