| Österreichische Steuerlehre (K. von Blumenthal) |
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| Dienstag, 01. Januar 2008 |
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Die Österreichische Schule der Nationalökonomie erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Ein Grund dafür sind die methodischen Mängel von Neoklassik und Neokeynsianismus, ein anderer die populäre Wiederbelebung des Gedankenguts durch vielfach private Initiativen nicht zuletzt im angelsächsischen Raum. Ein bislang unerschlossenes Thema sind die Steuertheorien. Karsten von Blumenthal, ehemaliger Finanzwissenschaftler an der Uni Hamburg und nun für ein deutsches Researchunternehmen tätig, hat dazu eine lesenswerte ideengeschichtliche Dissertation verfasst. Bemerkenswerter Weise war die Österreichische Schule in finanzwissenschaftlicher Hinsicht nicht auf Liberalismus und Minimalstaat festgelegt. Das gilt insbesondere für die herausragenden Steuertheoretikern Robert Meyer und Emil Sax, die eine eigene „Steuerwertlehre“ auf der Grundlage der Mengerschen subjektiven Bedürfnis- und Wertlehre entwickelten. Vor allem Sax vollzog mit seiner „Grundlegung der theoretischen Staatswirthschaft“ 1884 einen Perspektivwechsel weg von der verteilungs- hin zur effizienzorientierten Betrachtungsweise. Dieser dmals geradezu revolutionäre Ansatz wird auch heute noch weitgehend ignoriert. Das mag auch daran liegen, dass Sax die Frage nach dem Preis-Leistungsverhältnis staatlicher Aktivität aufwirft. Mehr zur Österreichischen Schule auf FOP: |






