| Heterodox: Die Österreichische Schule der Nationalökonomie (Huerta de Soto) |
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| Freitag, 31. August 2007 |
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Die Österreichische Schule erfreut sich zumindest in eingeweihten Kreisen zunehmender Beliebtheit. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen: So ist die Ernüchterung über das Wissen, welches an den fast durchgängig neoklassisch dominierten deutschen Universitäten vermittelt wird, groß. Die Grundsätze der Österreicher sind hingegen unmittelbar verständlich, praxistauglich und zielen auf die kleinen und großen Fragen unseres Zusammenlebens zugleich ab. Hinzu kommen Bemühungen von unterschiedlicher Seite, die teilweise verschütteten Ideen wieder zu beleben. Ein gelungener Versuch ist der von Jesús Huerta de Soto verfasste Einführungsband, der vom Hayek Institut in Wien herausgegeben wurde. Der ideale Einstieg gliedert sich in zwei große Teile. In den ersten beiden Kapiteln werden knapp und verständlich die Grundsätze der Österreichischen Schule in Abgrenzung zur Neoklassik erläutert, also Theorie des Handelns versus Theorie der Entscheidungen, Subjektivismus versus Objektivismus, Unternehmer versus Homo oeconomicus, verbaler versus mathematischer Formalismus usw. Hinzu kommt ein Abschnitt über die herausragende Bedeutung des Wissens und des Unternehmers. Die Schlussfolgerung lautet, dass „die Gesellschaft als ein spontaner komplexer Prozess verstanden werden kann … [weil] er von niemandem bewusst entworfen werden kann … [und] aus Millionen und Aber-Millionen von Personen mit einer unendlichen Vielfalt von sich ständig ändernden Zielen, Geschmäckern, Wertschätzungen und praktischem Wissen besteht.“ Die Interaktionen der Menschen werden von „der Kraft der unternehmerischen Funktion angetrieben“, die unaufhörlich Wissen schafft, entdeckt, übermittelt und koordiniert. Die Frage liegt nahe, wie viel Aufklärung allein mit dieser Erkenntnis möglich wäre, würde sie in der Schule vermittelt werden. |






Jesús Huerta des Soto: Die Österreichische Schule der Nationalökonomie – Markt und unternehmerische Kreativität (Deutsche Erstausgabe aus der Serie „The International Library of Austrian Economics“, Bd. 12, hg. v. Friedrich August von Hayek Institut), Wien 2007, 152 S., 19,00 EUR.