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Fataler Teufelskreis aus Politikerversprechen und Wähleranspruch PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 21. Juni 2012

Christoph Braunschweig: Die demokratische Krankheit. Der fatale Teufelskreis aus Politikerversprechen und Wähleranspruch, Olzog Verlag, München 2012, 206 S., 22,90 Euro.

Der Titel ist Programm: Christoph Braunschweig argumentiert, Politiker und Wähler haben eine Bestechungsdemokratie etabliert, die einen überzogenen Wohlfahrtsstaat hervorgebracht hat. Der Zustand des Geldwesen spiegelt das wider und bedarf einer Marktwährung zur Genesung. Schuldeninduzierter Wohlfahrtsstaat – gesellschaftspolitische Fehlentwicklungen – Euro- und Schuldenkrise, so lautet der Dreiklang des Buches. Das gut geschriebene Lesebuch enthält die Leseerkenntnisse von Christoph Braunschweig, gleicht damit eher einem Reader als einem Repetitorium, wie der selbstgesteckte Anspruch lautet. Dafür hätten Systematik und eine tiefere, auch theoretische Ursachenforschung geboten werden sollen. So wird in 17 Kapiteln in losem Zusammenhang, teilweise etwas länglich die oben genannte Thematik illustriert. Sie steht im Einklang mit der modernen Public Choice Schule, ohne diese dezidiert aufzugreifen. Das alles ist nicht neu, bietet aber eine weitere Erzählung, die nicht oft genug unter das interessierte Volk gebracht werden kann.

Es bleibt ein unterhaltsamer Lesespaziergang, der von der Zusammenstellung vorhandener Texte lebt und vielleicht manches Aha-Erlebnis mit sich bringt.

 
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