Für Sie gelesen

Einschätzungen und Rezensionen bemerkenswerter Bücher, die nicht bereits Bestandteil des ordnungspolitischen Kanons sind, erscheinen in dieser Rubrik.



Austrian Investing statt Mäuse managen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 28. Oktober 2014

Rahim Taghizadeghan, Ronald Stöferle, Mark Valek: Österreichische Schule für Anleger. Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation, Finanzbuchverlag, München 2014, 347 S., 24,99 Euro.

Balsam für die gehetzte Seele bietet der kompakte Theorie- und Praxis-Band für Anleger und Leser, die sich für tiefere Einsichten in das Finanzsystem interessieren. Die drei „Österreicher“ Rahim Taghizadegan (Institut für Wertewirtschaft, Wien), Ronald Stöferle (Incrementum AG, Liechtenstein) und Mark Valek (Incrementum AG, Liechtenstein) kombinieren philosophischen, ökonomischen und Investment-Sachverstand. Das Ergebnis ist ein zeitloses Standardwerk für Anleger aus der Perspektive der „Österreichischen Schule der Ökonomik“, die der aktuellen Gratwanderung zwischen Inflation und Deflation Augenmerk schenken möchten.

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Verbände neutralisieren Protektionismus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 12. Juni 2014

Isabell Heuber: Finanzmarktregulierung am Beispiel von Sovereign Wealth Funds - Ursprung und Wirksamkeit, Nomos Verlag, Baden Baden 2013, 166 S., 29,00 Euro.

Sovereign Wealth Funds (SWF) sind regelmäßig Gegenstand von Spekulationen. Das liegt nicht zuletzt an den erst allmählich zunehmenden Offenlegungsmaßnahmen. Hinzu kommen hunderte Milliarden US-Dollar umfassende Anlagevermögen. Die wissenschaftliche Literatur, insbesondere zu politikökonomischen Aspekten wie der SWF-Regulierung ist sehr überschaubar. Die Dissertation der Politikökonomin Isabell Heuber stößt somit in eine Forschungslücke.

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Ökonomische Volksbildung: Hazlitts Bestseller wieder aufgelegt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 24. Februar 2014

Henry Hazlitt: Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft, FinanzBuch Verlag, München 2014, 260 S., 24,90 Euro.

Henry Hazlitt war der herausragende ökonomische Publizist des 20. Jahrhunderts und ist doch heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Autodidakt und Selfmademan hat mit „Economics in one lesson“ einen millionenfach verkauften Bestseller geschrieben. Im FinanzBuch Verlag ist sein Buch in deutscher Sprache unter dem Titel „Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft“ nun erfreulicherweise wieder verfügbar.

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"Menschen führen" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 09. Februar 2014

Anselm Grün: Menschen führen – Leben wecken, dtv, 7. Auflage München 2012, 127 S., 7,90 Euro

Der Benediktiner Mönch Anselm Grün ist ein Bestsellerautor und Cellerar der Abtei Münsterschwarzach (Leiter der Wirtschaftsbetriebe). 20 Betriebe mit 300 Mitarbeitern werden von ihm geführt. Unter führen versteht der 1945 Geborene eine spirituelle Aufgabe – in enger Anlehnung an den Gründer des Benediktinerordens Benedikt von Nursia. Anselm Grün erläutert die Regeln Benedikts, die dieser in einem Kapitel über den Cellerar niedergelegt hat. Praktisch handelt es sich um eine Ethik der Führung, die das gleichermaßen zeitlose wie aktuell wieder stärker thematisierte Bedürfnis nach Werten bedient.

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Missmatch: Wissenschaft und Beratung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 06. Februar 2014

Alfred Kieser: Wissenschaft und Beratung, Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften Bd. 27, Universitätsverlag C. Winter Heidelberg, Heidelberg 2002, 94. S.

Einer der führenden deutschen Organisationswissenschaftler, Alfred Kieser, ging in einem Vortrag 2001 drei heute noch bedeutsamen Fragen nach:

1. Weshalb erlangt(e) die Unternehmensberatung zunehmend an Bedeutung?
2. Warum wird Problemlösungswissen nicht direkt von der Wissenschaft bezogen?
3. Wenden Unternehmensberatungen lediglich wissenschaftlicher Erkenntnisse an oder generieren sie eigenes Wissen?

Dem zu einem kleinen lesenswerten Band verarbeiteten Vortrag lassen sich fundamentale Unterschiede zwischen Wissenschaft und Beratung entnehmen:

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Wider das Gutmenschentum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 19. Januar 2014

Sebastian Moll: Du sollst nicht atmen. Warum wir am besten das Atmen einstellen sollten und andere Erkenntnisse aus dem Jetzt, mit Cartoons von Thomas Plassmann, adeo Verlag, 123 S., 14,99 Euro.

Der evangelische Theologe und wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität Mainz Sebastian Moll betont in seinem unterhaltsamen Buch, dass es auch eine Ökologie des Menschen gibt: „Auch der Mensch hat eine Natur, die erachten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann.“ Das ist die von ihm eingangs zitierte, wegweisende Passage aus der Rede von Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag. Konsequent widerspricht Moll den Entsagern – von Vegetariern, über CO2-Fussabdrucklern bis zu Wassersparvolkssportlern, aber auch „in hohem Maße gefährlichen“ Gender-Ideologen, die er allesamt für pharisäische Ethiker hält. Unterstützt von Cartoons, die Thomas Plassmann beigetragen hat, betont Moll, dass die Natur für den Menschen da ist und nicht der Mensch für die Natur. Wir sollen kein schlechtes Gewissen haben, sondern uns an unserem Dasein freuen: „Nichts braucht die Welt mehr als lebensfrohe Menschen.“ Manches rückt er in eine andere Perspektive, etwa den heute inflationär und falsch gebrauchten Begriff „Selbstverwirklichung“. Es gehe nicht darum, was man will, sondern was man kann.

Die schnelle, unterhaltsame Lektüre ist nicht immer argumentativ scharf. Manchmal ist es jedoch hilfreicher, nicht jedes Argument mit einem Gegenargument zu entkräften. Auf jeden Fall lohnt sich die Menschen bejahende Gegenrede wider das Gutmenschentum.

 
Westentascheneinführung zu Mises erschienen! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 11. Oktober 2013

Thorsten Polleit (Hg.): Ludwig von Mises. Leben und Werk für Einsteiger, Finanzbuchverlag, 1. Aufl. München 2013, 152 Seiten, 14,99 Euro.

Wer war einer der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, der dem Mainstream der herrschenden Wirtschaftswissenschaft weitgehend unbekannt ist? Besser: unbekannt war, bis zur aktuellen Finanz- und Staatsschuldenkrise, zu dessen Ursachen und Verlauf Ludwig von Mises viele Einsichten bietet und ohne den Friedrich August von Hayek wohl kaum seinen Nobelpreis bekommen hätte.

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"Hurra, uns gibt es noch!" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ut   
Dienstag, 24. September 2013

Ernst K. Jungk: Hurra, uns gibt es noch!, erscheint im Oktober 2013, 252 Seiten, viele Fotos, 22,90 Euro.

Ernst K. Jungk ist ein überzeugter Mittelständler eines 150 Jahre alten Betriebes, der in seinem Unternehmern zur Herstellung von Ziegeln 80 Mitarbeiter beschäftigt und von der Familie unterstützt es immer verstanden hat, seinen Betrieb durch Höhen und Tiefen erfolgreich zu führen. Lebendig und spannend beschreibt er die Geschichte seines Betriebes, wozu eine fast unglaubliche Kontinuität seiner Familie gehört. Nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen vertraute er seinem  Sohn Stefan die Geschäftsführung an.

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"Wohlfahrtsstaat – leb wohl!" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 29. Juli 2013

Christoph Braunschweig: Wohlfahrtsstaat – leb wohl! Der wirtschaftliche und moralische Zerfall des Wohlfahrtsstaates, LIT Verlag (Politikwissenschaft Band 194), Berlin 2013, 317 S., 29,90 Euro. 

Nach „Die demokratische Krankheit“ hat Christoph Braunschweig, Professor an der staatlichen Wirtschaftsuniversität Jekatarinenburg in Russland, einen zweiten „Reader“ in Buchform zur „Wählerbestechungsdemokratie“ vorgelegt. Wie schon in seiner ersten positiv aufgenommen Krisenanalyse der Gegenwart argumentiert Braunschweig erneut, dass ein überzogener Wohlfahrtsstaat mit Überschuldung und Moralverfall einhergehe und auf einem verfehlten Geldwesen beruhe. Falsche Bildung(spolitik) und Religionsverlust würden zusammen mit anti-marktwirtschaftlichem Denken zum Verfall beitragen.

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Liebe - Freiheit - Verbundenheit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 25. Juli 2013

Gerald Hüther und Maik Hosang: Die Freiheit ist ein Kind der Liebe. Die Liebe ist ein Kind der Freiheit. Eine Naturgeschichte unserer menschlichsten Sehnsüchte – Eine Geistesgeschichte unserer menschlichsten Sehnsüchte, Kreuz Verlag, Freiburg im Breisgau 2012, 106 und 118 Seiten, 16,99 Euro.

„Die Liebe ist also kein Kind der Freiheit und die Freiheit ist kein Kind der Liebe, sondern die Liebe entsteht erst aus der Erfahrung, dass ein Leben in Verbundenheit und Freiheit möglich ist.“ schlussfolgert der Neurobiologe und populärwissenschaftliche Autor Gerald Hüther. Die Fähigkeit zu lieben, fährt Hüther fort, sei die Lösung der Evolution für das Dilemma, mit allen anderen verbunden zu bleiben und gleichzeitig eigene Antworten auf eine sich ständig verändernde Welt zu finden. Offenkundig versteht der in der Neurobiologischen Präventionsforschung der Psychatrischen Klinik der Universität Göttingen arbeitende Professor für Neurobiologie Liebe in einem weiteren, grundsätzlichen, geradezu buddhistischen Sinne und nicht als das emotionsgeladenes Anhaften an eine Person.

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