Startseite Zum Mitnehmen Buch des Monats Buch des Monats Juli 2011
Buch des Monats Juli 2011 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 03. Juli 2011

Hans F. Sennholz: Money and Freedom, Libertarian Press, Grove City 1985, 100 S., 15,00 Euro (Buchausgabe.de) Hans F. Sennholz (1922 – 2007) fordert in „Money and Freedom“ (1985) ein unverzügliches Abschaffen aller gesetzlichen Verbote, die die Freiheit der Geldwahl entgegenstehen. Das bedeutet einfach Geldfreiheit: „remove government from all monetary affairs“. Jeder Mensch darf seine eigene Geldart wählen und niemand hat das Recht, einem anderen eine bestimmte Geldart aufzuzwingen. Kurzum: „Freies Geld und freie Banken für freie Bürger“ (Roland Baader) ähnlich dem Freihandel.

Auf weniger als 100 Seiten rechnet der ehemalige Jagdflieger in einer zeitgenössischen Einführung mit dem Fed-System ab. Anschließend legt er die Gründe für die ökonomische Zersetzung durch das staatliche Geldmonopol in Verbindung mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel dar. Aufschlussreich ist seine Auseinandersetzung mit propagierten, falschen Alternativen, dem „managed money“, darunter Monetaristen. Der kleine Band schließt mit dem zeitlos gültigen Projekt, das Geldmonopol zu beenden – zunächst durch eine Analyse des Goldstandards und der sich daran anschließenden Forderung darüber hinaus zu gehen.

Der deutsche Ökonom Hans F. Sennholz zählt zu den profilierten Vertretern der Österreichischen Schule. Promoviert in Köln und zusätzlich von Ludwig von Mises in New York lehrte er 36 Jahre lang bis 1992 am City Grove College in Pennsylvania. Für Ronald Reagan war Sennholz als maßgeblicher Ghostwriter tätig. Bis 1997 war er fünf Jahre Präsident der ältesten amerikanischen Denkfabrik und ökonomischen Erwachsenenbildungsstätte „Foundation of Economic Education“. „Money and Freedom“ gehört zu den Büchern, deren Lektüre die Sicht auf die Welt verändern können, und das an nur einem Nachmittag.

 
Facebook MySpace Twitter Digg Delicious 
 
 
Bild