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Mittwoch, 09. Februar 2011

Thomas Sowell: Economic Facts and Fallacies, Basic Books, New York 2008, 262 S., 25,99 Euro.

Irrtümer und Trugschlüsse sind weit verbreitet. Regelmäßig handelt es sich nicht einfach um verrückte Ideen, sondern sowohl plausible als auch logische Gedanken, urteilt der Ökonom Thomas Sowell; allerdings fehle etwas, nämlich eine Definition. Tatsächlich entfalten undefinierte Begriffe eine große Wirkung, insbesondere in der Politik, und zwar dann, wenn sie Emotionen ansprechen. Soziale Gerechtigkeit und Gleichheit sind derartige „Wieselwörter“ wie sie Hayek nannte. Leider erweisen sie sich als besonders hartnäckig, auch wenn sie widerlegt wurden.

Der mehrfach ausgezeichnete, emeritierte Hochschullehrer Sowell entlarvt Trugschlüsse auf überzeugende Weise, sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Dazu gehören das vermeintliche ökonomische Null-Summen-Spiel, das konstruierte Gemeinwohl und die Ignoranz von Knappheit. Im Mittelpunkt von sechs thematischen Kapiteln stehen Städtebau, Gender-Aspekte, Akademiker, Einkommen, Rassen und Dritte Welt, die von zwei . Dabei bleibt er dem Muster seiner bekannten Bücher „Knowledge and Decision“ und „Applied Economics“ treu. Er entlarvt Begriffe, etwa Entwicklungshilfe, die vielfach das Gegenteil von Hilfe darstelle, nutzt Theorie auf verständliche Weise und zieht viele empirische Belege heran. Kurzum, die lesenswerte, von Hayek inspirierte Korrektur alltäglicher Irrtümer macht sich gut im Bücherschrank und tut dem Gehirn gut.

 
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