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Thomas Sowell: The Housing Boom and Bust, New York 2009, 184 S., 8,26 EUR.

„Märkte können funktionieren, aber nur wenn Politiker das zulassen.“ urteilt der gleichermaßen glänzend wie verständlich schreibende amerikanische Ökonom Thomas Sowell. Politiker in Washington hätten ein nationales Problem lösen wollen, dass es gar nicht gab – eine landesweite Knappheit bezahlbarer Häuser. Sowell zeichnet die weitreichende Regulierung des Immobilienmarktes und seine Folgen auch mit einer Fülle statistischer Details nach.

Boom und Bust vollzogen sich wie folgt: Zu niedrige staatlich fixierte Zinsen haben die Häusernachfrage in die Höhe schießen lassen. Die Politik hat auch durch die erzwungenen Kreditvergabe an nicht kreditwürdige Gruppen sowie die gigantischen Staatstrusts Fannie Mae und Freddie Mac als Hypothekenfinanzierer einen künstlichen Immobilienboom angefacht. Regulierung, etwa in Form von Bebauungsvorschriften, hat künstliche Knappheit verursacht und die Häuserkosten vervielfacht. Warnungen schlugen Politiker in den Wind.  

Der Versuch, Häuser für jedermann bezahlbar zu machen, fand sein notwendiges Ende im Bust. den  die Politik aufzuhalten versucht – mit Konjunkturprogrammen und Rettungsmaßnahmen, die Billionen US-Dollar umfassen. Selten wurden die kontraproduktiven, ja perversen Folgen von Politik sachlich treffender dargestellt.

 
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