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Buch des Monats Januar 2009 PDF Drucken E-Mail
CoverUlrike Ackermann: Eros der Freiheit. Plädoyer für eine radikale Aufklärung, (Klett-Cotta) Stuttgart 2008, 167 S., 19,90 EUR.
Wir sollten uns der Freiheitstradition neu vergewissern – und zwar durch Selbstaufklärung. Es geht immerhin um den „kostbaren Schatz der individuellen Freiheit“, der das Herz der westlichen Zivilisation bildet. Diese Botschaft der Frankfurter Publizistin Ulrike Ackermann ist ein guter Vorsatz für das Jahr 2009.

Ihr mitreißender Essay hebt sich von thematisch verwandten nüchternen Sachbüchern ab. Die Kapitel „Gottvater Staat“ und „Haß auf den Bourgeois“ kennzeichnen die problematische Ausgangslage. Deutlich wird zudem, dass der Islam eine zusätzliche, vielfach unterschätzte Freiheitsherausforderung darstellt. Der anschließende beeindruckende Parforceritt durch die Geschichte der Freiheit seit Antike, Renaissance und Aufklärung illustriert unseren sukzessiven, aber stets gefährdeten Freiheitsgewinn. Zugleich stellt Ulrike Ackermann klar: Um Freiheit zum Guten und nicht zum Bösen zu nutzen, benötigen wir keinen staatlichen Tugendwärter.

Was macht den Eros Freiheit aus? Die vergessene emotionale Seite der Freiheit: Sinne, Phantasie, Kreativität, Begeisterung und Leidenschaft! Die Lust auf Veränderung und Abenteuer! Als Inhaberin des frisch geschaffenen Lehrstuhl für Freiheitsforschung an der SRH Hochschule Heidelberg hat Ulrike Ackermann ihren Auftrag publizistisch bereits erfüllt: ein Zeichen gegen Freiheitsmüdigkeit setzten. Freiheit schafft Leidenschaft!
 
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