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Buch des Monats September 2008 PDF Drucken E-Mail

CoverLudwig von Mises: Die Bürokratie, Academia Verlag (englische Erstauflage Yale University Press 1944), 2. Aufl. Sankt Augustin 2004, 128 S., 9,50 EUR.

Bürokratieabbau ist ein wohlfeiles Versprechen. Zugleich sind soziale „Leistungen“ des Staates ein Pfeiler der deutschen Gesellschaftsordnung. Dass Bürokratiewachstum und staatliche Umverteilung unauflösbar verbunden sind, ist eine zentrale Erkenntnis, die Ludwig von Mises in diesem konzisen Band entwickelt: „Keine Reform kann die bürokratischen Züge der Staatsbehörden aufheben.“ lautet sein Fazit. Tadeln, jammern, Kritik an mangelnder Leistungsfähigkeit des Staatsapparates sind folglich sinnlos.
Mises schildert treffend wie kaum ein anderer die Funktionsweise der Bürokratie. Dort spielt das persönliche Verhältnis zum Vorgesetzten eine entscheidende Bedeutung, die mangels Wirtschaftsrechnung kaum messbare Leistung ist dem nachgeordnet. Der Beamtenstaat ist das Gegenmodell einer freien Gesellschaft und mit dieser unvereinbar.
Die Systematik und die tiefen Einblicke, die Mises auch aufgrund persönlicher Erfahrungen bietet, machen das Buch zu einem zeitlosen Klassiker, den man nicht nur einmal in seinem Leben gelesen haben sollte.

 
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