Ludwig Reiners: Die Sache mit der Wirtschaft, Briefe eines Unternehmers an seinen Sohn, München 1960, 183 S. (antiquarisch erhältlich).
Der Schriftsteller und Textilunternehmer Ludwig Reiners (1896-1957) hat in 61 Briefen an seinen Sohn, die zunächst in der Zeitung „Industriekurier“ erschienen, zentrale Fragen der Wirtschaft erläutert. Noch heute bieten diese gut geschriebenen Texte Orientierung, etwa wenn es darum geht, wie man den Ärmsten helfen kann, ob Vollbeschäftigung möglich ist und ob Deutschland mehr Kinder braucht. Reiners hat sich um die Verankerung der Sozialen Marktwirtschaft verdient gemacht. Dabei reicht seine Argumentationsspanne von der sachlichen Etatismuskritik in „Der Staat als Kindermädchen“ bis zur streckenweisen Rehabilitierung von Keynes unter anderem in „Keynes kein Mitglieder Keynes-Schule“. Auch in „Die Sache mit der Wirtschaft“ gilt, am meisten lernt man nicht beim Lesen, sondern durch das Nachdenken über Bücher. Es wäre hilfreich, wenn das Nachdenken bereits in der Oberstufe beginnen würde.
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